Heute am 05.06.2009 ist es geschehen. Auf der Innenminister Konferenz der Länder haben sich alle 16 Innenminister dafür ausgesprochen sogenannte “Killerspiele” zu verbieten. Dies beinhaltet die Herstellung und den Vertrieb in Deutschland. Damit zeigt unsere aktuelle Regierung abermals, dass diese nicht dazu in der Lage ist die Ursachen für Krisensituationen zu erkennen und diese gezielt zu bekämpfen. Stattdessen wird nur polemisch argumentiert und der älteren Bevölkerung Angst gemacht. Diese Angst wird dann durch fadenscheinige Verbote wieder beschwichtigt. Somit können genügend Wählerstimmen eingefangen werden für vier weitere Jahre.

Der Aufhänger für das viel diskutierte Verbot solcher Computerspiele war der Amoklauf in Wennenden. Auch wenn die aktuellsten Untersuchungen nicht den geringsten Zusammenhand zwischen dem Amoklauf und auch nur einem potentiellen “Killerspiel” zeigen können, waren es in den Augen der Politiker genau diese Spiele. Durch Computerspiele ist der Täter aggressiv geworden, ist ausgerastet und hat darauf unzählige Mitmenschen umgebracht und letztlich sich selbst gerichtet. Auf der Welle der Empörung wurde wieder gegen Computerspieler gewettert und große LANs wurden verhindert. Zeitgleich konnten allerdings Schützenfeste ohne Beachtung durch die Öffentlichkeit weiterhin betrieben werden.

Eine große Mitwirkung bei dieser Volksverhetzung, so sehe ich das Vorgehen persönlich, schreibe ich den Medien zu. Allen voran die große deutsche Tageszeitung mit den vier Buchstaben. Deren Ziel scheint es die Bevölkerung von wichtigen Fakten fernhalten zu wollen und durch Aufbauschen von falschen Aussagen und Beweisen sogar noch Ängste zu schüren. All dies führt dazu, dass die breite Masse solche Gesetze für gut hält, ohne dass es dadurch auch nur die geringste Besserung gibt.

Da diese Amokläufe ein rein gesellschaftliches Problem sind, wird es diese auch in Zukunft geben. Es wird wieder nach einer Ursache gesucht werden und der schwarze Peter wird in diese Richtung geschoben. Unsere Politiker müssen endlich einsehen, dass deren Politik viel Schuld an den Taten trägt. Kinder und Jugendliche sehen sich immer mehr der Perspektivenlosigkeit ausgesetzt. Sie wachsen in eine Welt hinein, welche nur noch aus Leistungsdruck besteht. Dieser Leistungsdruck ist es auch, dass deren Eltern kaum noch Zeit für die Erziehung haben. Diese wird lieber den Kindergärten und Schulen anvertraut. Diese können allerdings auch kaum erzieherische Maßnahmen treffen, da sie die Schüler auf den Leistungsdruck vorbereiten müssen und selbst immer weniger Personal zur Verfügung haben um sich pädagogisch um die anvertrauten zu kümmern. Außerschulische Aktivitäten werden auch immer schwerer möglich, da Spielplätze und Jugendeinrichtungen immer seltener zur Verfügung stehen und in immer schlechterem Zustand befindlich sind. Dies geschieht aus reinem Geldmangel, denn die Steuergelder werden lieber in unsinnige Projekte wie der Internetzensur und Vorratsdatenspeicherung verpulvert.

Die Schuld hat aber auch die Bevölkerung, welche sich größtenteils von den Politikern blenden lässt und diese alles machen lässt, was diese wollen. Es wird Zeit den Regierenden einen Denkzettel zu verpassen. Dies kann durch Demonstrationen geschehen oder, da es gerade aktuell ist, durch die Wahlen. Die aktuellen Regierungsparteien haben keine einzige Stimme verdient. Ich will nicht behaupten, dass die kleinen alles richtig und besser machen würden. Doch diese haben noch Ideale und wollen für das Volk regieren nicht über das Volk. Aus diesem Grund stehe ich auch voll und ganz hinter der Piratenpartei Deutschland. In meinen Augen ist dies die einzige wählbare Partei, obwohl sie nicht perfekt ist. Ich bin mir sicher die Partei wird wachsen und sich der Verantwortung stellen können. Auch wird sie nicht umkippen und irgendwann den Weg der Grünen einschlagen.

Erwachsenen, welche sagen es interessiere sie nicht, dass Jugendliche keine “Killerspiele” mehr spielen können sei gesagt. Diese Spiele sind zumeist erst ab 18 erhältlich. Damit wird eine Freizeitbeschäftigung verboten, welche für erwachsene gedacht ist. Währenddessen bleibt es weiterhin erlaubt mit 14 einem Schützenverein beizutreten und dort das richtige Schießen zu erlernen. Auch dieses Verhalten stellt eine Art von Zensur dar und in meinen Augen ist es nur eine Frage der Zeit, bis weitere unliebsame Gegenstände, Zeitschriften oder sonstige Dornen in den Augen der Politiker verboten werden.

Informationsquelle: http://www.welt.de/politik/article3866764/Innenminister-wollen-die-Killerspiele-verbieten.html