Bakuman Cover

Bakuman Cover

Nach vielen Piratenthemen möchte ich hier nun wieder einmal eine Rezession eines Mangas halten. Es handelt sich dabei um Bakuman, welches vom Erfolgsteam Takeshi Obata (Zeichnung) und Tsugumi Ohba (Story) geschaffen worden ist. Die beiden Mangaka haben mit Death Note für Aufsehen gesorgt und gehören spätestens seit diesem Manga zu der Spitze der Szene. Beim weiterlesen ist vorsicht geboten, da schon leicht gespoilert wird, doch das ist im Grunde bei diesem Manga nicht tragisch.

Bakuman ist die Geschichte von Mashiro Moritaka und Aktio Takagi, welche beide die besten Mangaka der Welt werden wollen. Aktio ist dabei die treibende Kraft. Er beredet Mashiro so lange, bis dieser schließlich einwilligt. Dies kommt allerdings nur einer Tatsache zu schulden. Er ist in Miho Azuki verliebt, welche in seine Klasse geht. Durch die Offensive Art von Aktio kommt es zu einem Gespräch zwischen Mashiro und Miho, welche sich bis dahin nicht getraut haben miteinander zu sprechen, obwohl beide ineinander verliebt sind. Dabei rutscht Mashiro heraus, dass er Miho heiraten will. Diese erwiedert darauf, dass sie sich erst wieder sprechen werden, wenn er ein erfolgreicher Mangaka und sie eine erfolgreiche Synchronsprecherin, dies ist ihr Lebenstraum, geworden ist. Bis dahin werden sie nur per Mail Kontakt halten. So kommt es, dass die beiden 14jährigen Schüler sich das Ziel setzen die erfolgreichten Mangaka zu werden bis sie 18 sind und auch den ersten Anime zu haben, in welchem Miho synchronsprecherin werden soll. Dies alles, damit Mashiro und Miho heiraten können und sich diese Liebe erfüllt.

Im Verlauf der Geschichte sehen wir auch die Parallele zum Leben von Mashiros Onkel, welcher Mangaka war. Besser gesagt er war Glücksspieler, denn solange ein Mangazeicher nicht sorgenlos von seinem Geld und seinen Mangas leben kann ist er Glücksspieler und kein Mangaka. Dies ist jedenfalls die Ansicht seines Onkels und auch Mashiros Ansicht.

Obwohl alles übernatürliche und jedes Fantasy Element fehlt, vermag es dieser Manga zu fesseln. Mit Spannung und Witz wird man von einer Seite zur anderen getrieben. Das schnelle Lesen wird nur aufgehalten durch die unbeschreiblichen Zeichnungen von Obata. Man verweilt gerne auf den Seiten und sucht nach Details, welche er eingebaut hat. Ein wenig muss man bei der Geschichte schmunzeln, denn unweigerlich kommt in den Sinn, wie viel davon aus dem wahren Leben der beiden gegriffen ist. Auch gibt es Anspielungen auf andere Mangas, natürlich auch auf das Death Note und Obata und Ohba selbst.

Erschienen ist der Manga in Deutschland bei Tokyopop und kostet 6,50€. Leider wird es bis November dauern, bis Band 2 auf den deutschen Markt kommt.