Beschneidung von Frauen
- Dezember 20th Dezember 2009
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Eben habe ich auf Pro7 einen Bericht gesehen über die weibliche Beschneidung. Genau genommen ging es dabei um den Kampf von Rüdiger Nehberg und der Organisation TARGET gegen dieses Gräuel. Mich hat der Bericht doch betroffen gemacht und zum Nachdenken gebracht. Natürlich haben wir hier in Deutschland so einige Probleme, doch im Grunde jammern wir auf einem sehr hohen Niveau, wenn man bedenkt, was andere durch machen müssen in ihrem Leben.
In dem Fernsehbericht wurde deutlich gemacht, wie eine solche Beschneidung der Mädchen abläuft und welche Folgen dadurch entstehen. Es ist ja nicht nur die Tat an sich, bei welcher, bei vollem Bewusstsein, Klitoris und Schamlippen abgeschnitten werden. Die Folgen begleiten die Frauen ein Leben lang. Oft bleibt nur noch eine Öffnung in der Größe eines Reiskorns übrig und das Urinieren, sowie die Regelblutung sind mit starken Schmerzen verbunden. Wenn die Frauen ein Kind gebären wollen, muss dafür die so verengte Scheide erst wieder geöffnet werden. Natürlich sind auch die psychologischen Folgen vorhanden und begleiten sie ein Leben lang.
Rüdiger Nehberg hat eine Fatwa von einem islamistischen Gelehrten erstellen lassen und zu einer Konferenz aller islamistischen Führer eingeladen. In dieser wurde den Führern gezeigt, welche Folgen die Beschneidung hat und dass diese nicht vom Koran gedeckt ist. Sie ist sogar im Widerspruch zum Koran. Die Konferenz war ein Erfolg, auch wenn es kritische Momente gab und somit ist ein Schritt in die richtige Richtung getan Mädchen vor der Beschneidung zu bewahren. Natürlich wird sich eine 5000 Jahre alte afrikanische Tradition nicht einfach so auslöschen lassen, doch der Weg in die Richtung ist getan.
Es wäre wünschenswert, wenn es noch mehr Menschen wie Rüdiger Nehberg gäbe, welche sich für die wirklich großen Probleme kümmern. Leider kann ich mich auch nicht dazu zählen. Auch ich habe oft nur den Blick auf die kleinen lokalen Probleme und verliere den Blick für Relationen. Vielleicht kann ich aber nun etwas weniger auf hohem Niveau jammern.