Buzzverkehr
- Februar 11th Februar 2010
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oder wie ein neues google Produkt zu Wortspielen verleitet.
Es ist nun Tag 2 seit der Veröffentlichung von Buzz. Nachdem ich auf meinem iPhone schon am ersten Tag buzzen konnte, wurde dieses erst gestern Abend auch in meinem googlemail-Account freigeschaltet und ich kam in den Genuss von Texteingaben mit ordentlicher Tastatur. Somit konnte ich mir ausgiebig ein Bild von dem neuen Dienst machen.
Selbst mit geschlossenen Augen sieht man, dass buzz in der web 2.0 Gemeinde für viele Kontroversen sorgt. Die einen empfangen den neuen Sprössling mit offenen Armen, während andere diesen Dienst ablehnen. Was will ich mit einem Dienst, welcher Facebook und Twitter Konkurrenz machen will, wenn ich beides schon lange erfolgreich nutze? Dies und ähnliches ist oft zu lesen.
Google wird es wirklich schwer haben im Revier dieser beiden web 2.0 Riesen zu wildern, da sich beide sehr erfolgreich behaupten konnten und zur Speerspitze im Internet gehören, wenn es um social communities geht. Zudem funktioniert buzz einfach irgendwie anders. Somit kann man es nicht wirklich mit den bis jetzt vorhandenen Diensten vergleichen. Es verwendet zwar die Grundideen, doch die Umsetzung ist nicht durch simples Kopieren der Idee entstanden. Google hat sich für buzz ein neues Konzept erdacht und dieses stößt vielerorts auf Wiederstand. Dieser Wiederstand liegt aber auch in der Natur des Menschen. Selbst aufgeschlossene web 2.0 Menschen brauchen Zeit, bis sie sich an etwas neues gewöhnt haben und es akzeptiert haben. Facebook hatte es schwer, Twitter hatte es schwer, wieso sollte es buzz nun leichter haben?
Nein es wird noch schwerer, da wir uns erst an neue Arten der Kommunikation gewöhnen mussten und nun sollen wir uns wieder umgewöhnen?
Ich für meinen Teil werde buzz nicht so schnell aufgeben. Natürlich heißt dies nun, noch mehr Plattformen gleichzeitig beobachten und in diesen leben, jedenfalls bis es eine Möglichkeit gibt alle mit einem Tool gleichzeitig zu bewohnen. Letztlich wird es aber nur noch eine große Plattform im Netz geben schätze ich. Es mag noch viele Jahre dauern, doch am Ende wird google seinen Siegeszug fortführen. Trotz aller Wiederstände, welche der einst so beliebten Suchmaschine entgegenstoßen. Diese sind allerdings logisch, da die Befürchtung vorhanden ist, google möchte die Datenhoheit über alle vorhandenen Daten im Netz besitzen. Ich glaube, googles Interesse liegt an anderer Stelle. Dieses Unternehmen möchte Umsatz und Gewinn machen. Daher unternehmen sie alles um für die Werbepartner, welche die einzige große Einnahmequelle von Google ist, attraktiv zu erscheinen. Wer kann es wirklich einem gewinnorientierten Unternehmen verübeln, alles zu unternehmen um diesen einzuholen?
Natürlich wäre es mir lieber diese ganzen Dienste würden bei einem nicht gewinnorientierten Projekt liegen und dies alles würde nur betrieben um die Menschen zu vernetzen und nicht um Geld damit zu verdienen. Leider wird es so etwas in naher Zukunft kaum geben, da immense Kosten mit solch einem Unterfangen verbunden sind. Wenn mir allerdings jemand die notwendigen Millionen spendet werde ich eine Konkurrenz zu google erfinden, welche keine finanziellen Interessen hat. Allerdings müssten diese Millionen regelmäßig fließen, da ich und die notwendigen Mitarbeiter natürlich auch Essen kaufen müssen. Von der Anschaffung der notwendigen Hardware ganz zu schweigen.