Archiv für September, 2010

Versand-/Zollabzocke GDSK

Eigentlich bin ich durchaus skeptisch, wenn Rechnungen kommen und google vorher nach den Unternehmen und möglichen Rechnungen, doch leider erwischt es mich auch manchmal. Aber am besten fange ich von vorne an.

Ich habe mir Ware in China bestellt. Nicht weil sie dort günstiger ist. Der Grund liegt schlicht und ergreifend darin, dass ich diese nur dort kaufen kann. Verschickt wurde diese mit EMS. Einige Tage später erhalte ich einen Brief von der GDSK – Gesellschaft der Schnellkurriere. Diese benötigen für die Zollabwicklung noch einen Beleg über den Wert der Ware (PayPal Auszug, Western Union, Kopie der Überweisung), dazu muss ich noch auf dem Formular ankreuzen ob die Ware für privat oder geschäftlich ist. Ob sie eine Bestellung oder ein Geschenk ist. Natürlich unten noch die Unterschrift, oder ich muss ankreuzen, dass ich die Annahme verweiger und die Sendung zurück geschickt wird.

Auf der Rückseite (welche ich nicht genau genug gelesen habe) werde ich noch darüber informiert, dass ich ab dem 7. Werktag Lagergebühren von 4,23€ zzgl. MwSt pro Tag entrichten muss und – jetzt kommt der wichtige Teil – Abfertigungsgebühren / Dienstleistungspauschalen von 21,50 zzgl MwSt (25,59€) anfallen.

Selbst wenn ich dies richtig gelesen hätte, wäre ich in einer Zwickmühle gewesen. Entweder ich erkläre mich mit meiner Unterschrift bereit diese extreme Pauschale zu zahlen, oder die Ware geht wieder zurück zum Absender. Jedenfalls habe ich denen alles zugefaxt und 2 Tage später (ähm Schnellkurriere?) kam auch die Sendung. Am darauffolgenden Tag (geht ja doch schnell) kam die Rechnung über 20,50€ Mehrwertsteuer für die Sendung und 25,59€ für die Dienstleistung.

Nun mein zweiter dummer Fehler. Ich überweise erst das Geld und danach mache ich mich über den Verein schlau. Es gibt sehr viele Beschwerden über die GDSK und sehr viele nützliche Hinweise. Der wirklich nützlichste ist, nur die Zollgebühren zu zahlen und denen einen Brief mit dem Widerspruch über die Dienstleistungsgebühren zuzusenden. Dieser wurde sogar von einem Anwalt verfasst, da sich schon einige Rechtsbeistand wegen diesem Verhalten holen mussten. Aus diesen Erfahrungsberichten geht auch hervor, dass die GDSK bei dem Antrag auf Eigenverzollung beim lokalen Zollamt nicht reagiert. Dabei ist dies kein Aufwand und bei anderen Versendern sogar Gang und Gebe. Damit wird noch offensichtlicher, dass es der GDSK nur um schnelles Geld geht für eine Leistung, welche kaum menschliches Eingreifen erfordert.

Daher mein Ratschlag an alle, welche etwas in China bestellen. Wird dort per EMS verschickt, bittet darum einen anderen Paketdienst zu nehmen. Auch wenn dieser vielleicht ein höheres Porto hat, am Ende kommt es doch günstiger.

Buchrezension: Der Name des Windes

Der Name des WindesNachdem mir im Hermke das Buch “Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag” von Patrick Rothfuss empfohlen worden ist, habe ich auch gleich zugegriffen. Für gewöhnlich erhält man dort gute Tipps, auch von Kunden. Horst danke dir dafür. Das 863 Seiten starke Buch kommt ohne ausführlichen Klappentext aus, was ich als sehr erfreulich ansehe. Diesen möchte ich auch zuerst wiedergeben.

In “Der Name des Windes” erzählt Patrick Rothfuss die Geschichte von Kvothe, dem berühmtesten Zauberer seiner Zeit.

Dieser Text sagt doch wirklich mehr als genug und verrät nicht zu viel von der Geschichte, was bei anderen Büchern durchaus vorkommen kann und auch vorkommt. Aus diesem Grund möchte ich mich ebenfalls zurückhalten mit der Geschichte um nicht dem Leser vorzugreifen. Allerdings wird der aufmerksame Leser auch schnell eigene Schlüsse ziehen können. Der Haupthandlungsstrang des Buches spielt in der Vergangenheit, da Kvothe seine Geschichte niederschreiben lässt um daraus eine Geschichte verfassen zu lassen, welche den Tatsachen entspricht. Aus diesem Grund ist auch der größte Teil des Buches in der ersten Person geschrieben.

Kvothes Geschichte beginnt in seiner Jugend und so bekommt der Leser seinen Werdegang zum größten Zauberer aller Zeiten mit. Um zu diesem zu werden ist es für ihn sicherlich sehr nützlich, dass er sehr talentiert ist und unglaublich schnell lernt. Wofür andere Monate oder Jahre brauchen, braucht er Tage oder Wochen. Doch hat er auch schnell gelernt, dass er er einfach nur dafür sorgen muss, dass er sich einen entsprechenden Ruf aufbauen muss um als mächtiger zu gelten, als er es ist. Somit verbreiten seine Mitmenschen was sie gesehen haben, oder gehört haben und er wird schon in der Kindheit fast eine Legende. Dabei war er anfangs nur ein Kind aus dem fahrenden Volk. Das Schicksal wollte es aber anders und sowohl Glück, als auch sehr viel Pech formten diesen Menschen.

Aus Zeitgründen konnte ich diesen Titel nicht so verschlingen, wie ich gerne wollte. Es sind kaum langatmige Passagen aufgekommen und der Schreibfluss ist sehr flüssig. Selbst die deutsche Übersetzung liest sich sehr gut, was wohl noch seltener ist als schöne Klappentexte. Die Geschichte hat lustige und traurige Elemente, diese sind in einem gelungenen Spannungsbogen aufgebaut, so dass man, der Zeit trotzend, immer noch ein Kapitel mehr lesen möchte. Die Kapitel selbst sind relativ kurz, was es noch schwerer macht das Buch wegzulegen, wenn man ein Kapitel fertig gelesen hat.

Wer auf ein gelungenes Fantasy Buch Lust hat, dem kann ich “Der Name des Windes” wärmstens empfehlen. Ich habe den Kauf nicht bereut. Für Würzburger empfehle ich natürlich den Kultbuchhändler Hermke zu unterstützen und das Buch dort zu kaufen. Wer nicht persönlich vorbeikommen kann, kann dort auch anrufen. Dann kommt das Buch portofrei zu euch nachhause.

Neuestes Sparpaket

Es ist mal wieder so weit, unsere Bundesregierung hat ein neues Sparpaket beschlossen. Ich hatte es ja nicht anders erwartet, den größten Teil tragen die sozial Schwachen. Es wurde schön an der Harz IV Schraube gedreht.

Ein wenig wurde noch an anderen Schraube gestellt, wie Ökosteuer Subventionen für Landwirte und eine Steuer auf Flugtickets, da es wohl Schwierigkeiten gab, das Kerosin zu besteuern. Insgesamt sollen so bis 2014 rund 80 Milliarden € eingespart werden.

Bei so etwas kommt mir fast das Essen hoch. Es wird wieder überall versucht Geld einzusparen und dabei wird vielen das knappe Geld aus der Tasche gezogen. Wie wäre es, wenn mal wirklich Kosten eingespart werden? Es gibt Unmengen an Subventionen, welche reine Geldverschwendung ist, verrückte Bauprojekte und Ausgaben in denen jährlich Milliarden versacken. Nicht zuletzt natürlich noch unsre Minister und der ganze Verwaltungskomplex unter diesen. Auch dort ist sehr viel Einsparpotential. Doch an dieser Stelle würde sicher nie geplant werden. Bei den Energieriesen haben sie sich auch noch nicht getraut, mit dem Hinweis auf die laufenden Gespräche. Es wird wohl Ende September dazu eine Äußerung der Regierung geben. Doch zweifel ich daran, dass die Energieriesen groß zur Kasse gebeten werden.

Mit Ruckname der Subventionen würde man ja einige große Kassierer verärgern. Viele unsinnige Ausgaben werden getätigt, da es Verbindungen zwischen dem Auftraggeber und dem Empfänger gibt, dies behaupte ich nun einfach. An die eigene Tasche will sicher niemand, darum werden Diäten erhöht und nicht gekürzt.

Es gäbe eine einfache Lösung für unsere Politiker. Wenn Einsparungen gemacht werden müssen, gehen Ministergehälter und Abgeordnetengehälter um 10% runter. Müssen mehr neue Kredite als im Vorjahr aufgenommen werden gehen sie um 20% runter. Automatische Erhöhungen gibt es gar nicht mehr und die Bezüge dürfen nur steigen, wenn es der Finanzhaushalt zulässt und dann auch nur mit Zustimmung der Bevölkerung. Damit würden unsere Politiker über ihre Taten nachdenken.

Man möge mir diesen etwas holprigen Beitrag verzeihen, das schreibe ich alles aus dem Bauch heraus und habe die Worte nicht vorher groß durchdacht.

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