Versand-/Zollabzocke GDSK
- September 7th September 2010
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Eigentlich bin ich durchaus skeptisch, wenn Rechnungen kommen und google vorher nach den Unternehmen und möglichen Rechnungen, doch leider erwischt es mich auch manchmal. Aber am besten fange ich von vorne an.
Ich habe mir Ware in China bestellt. Nicht weil sie dort günstiger ist. Der Grund liegt schlicht und ergreifend darin, dass ich diese nur dort kaufen kann. Verschickt wurde diese mit EMS. Einige Tage später erhalte ich einen Brief von der GDSK – Gesellschaft der Schnellkurriere. Diese benötigen für die Zollabwicklung noch einen Beleg über den Wert der Ware (PayPal Auszug, Western Union, Kopie der Überweisung), dazu muss ich noch auf dem Formular ankreuzen ob die Ware für privat oder geschäftlich ist. Ob sie eine Bestellung oder ein Geschenk ist. Natürlich unten noch die Unterschrift, oder ich muss ankreuzen, dass ich die Annahme verweiger und die Sendung zurück geschickt wird.
Auf der Rückseite (welche ich nicht genau genug gelesen habe) werde ich noch darüber informiert, dass ich ab dem 7. Werktag Lagergebühren von 4,23€ zzgl. MwSt pro Tag entrichten muss und – jetzt kommt der wichtige Teil – Abfertigungsgebühren / Dienstleistungspauschalen von 21,50 zzgl MwSt (25,59€) anfallen.
Selbst wenn ich dies richtig gelesen hätte, wäre ich in einer Zwickmühle gewesen. Entweder ich erkläre mich mit meiner Unterschrift bereit diese extreme Pauschale zu zahlen, oder die Ware geht wieder zurück zum Absender. Jedenfalls habe ich denen alles zugefaxt und 2 Tage später (ähm Schnellkurriere?) kam auch die Sendung. Am darauffolgenden Tag (geht ja doch schnell) kam die Rechnung über 20,50€ Mehrwertsteuer für die Sendung und 25,59€ für die Dienstleistung.
Nun mein zweiter dummer Fehler. Ich überweise erst das Geld und danach mache ich mich über den Verein schlau. Es gibt sehr viele Beschwerden über die GDSK und sehr viele nützliche Hinweise. Der wirklich nützlichste ist, nur die Zollgebühren zu zahlen und denen einen Brief mit dem Widerspruch über die Dienstleistungsgebühren zuzusenden. Dieser wurde sogar von einem Anwalt verfasst, da sich schon einige Rechtsbeistand wegen diesem Verhalten holen mussten. Aus diesen Erfahrungsberichten geht auch hervor, dass die GDSK bei dem Antrag auf Eigenverzollung beim lokalen Zollamt nicht reagiert. Dabei ist dies kein Aufwand und bei anderen Versendern sogar Gang und Gebe. Damit wird noch offensichtlicher, dass es der GDSK nur um schnelles Geld geht für eine Leistung, welche kaum menschliches Eingreifen erfordert.
Daher mein Ratschlag an alle, welche etwas in China bestellen. Wird dort per EMS verschickt, bittet darum einen anderen Paketdienst zu nehmen. Auch wenn dieser vielleicht ein höheres Porto hat, am Ende kommt es doch günstiger.