Am Sonntag war ich mit einer Freundin um 11 Uhr morgens im Kino. Wieso um diese Zeit mag sich wohl so mancher fragen. Nun es lag einfach daran, dass es sich dabei um Ponyo von Studio Ghibli gehandelt hat.

Kurz möchte ich etwas über das Studio Ghibli sagen. Man könnte es als das japanische Disney bezeichnen. Mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass Ghibli qualitativ hochwertigere Zeichentrickfilme macht. Dabei spreche ich von der Story des Filmes und nicht von der technischen Umsetzung. Ghibli Filme sind noch ganz klassisch gezeichnet und ganz ohne tolle Computertricks. Zu den bekannten Ghibli Filmen zählen Prinzessin Mononoke und Chihiros Reise ins Zauberland.

Nun aber zu Ponyo. Ponyo (Brunhilde) ist eine Mischung aus Goldfisch und Meerjungfrau. Es ist schwer zu beschreiben. Durch einen Unfall fängt sie der Junge Sosuke. Die beiden freunden sich an und aus diesem Grund beschließt Ponyo ein Mensch zu werden, was ihr durch starke Magie auch gelingt. Doch damit stürzt sie das Meer ins Chaos und die Erde droht deswegen im wahrsten Sinne der Worte unter zu gehen. Nun gilt es für Sosuke und Ponyo dieses Schicksal von der Erde abzuwenden. Ich denke, ich nehme zu viel voraus, wenn ich sage, dass es den beiden gelingt und wie sehr oft bei Ghibli Filmen ist Liebe ein wichtiger Schlüssel um dieses Ziel zu erreichen.

Für alle, welche sich nicht gegen Zeichentrickfilme oder Animes (gut ist das selbe aber irgendwie unterscheiden viele dazwischen indem sie die westlichen Zeichentrickfilme und die östlichen Anime nennen) sträuben, kann kann ich diesen Film nur empfehlen. Soweit es möglich ist nutzt die Chance ihn im Kino zu sehen, damit auch mehr gute japanische Filme in die deutschen Kinos kommen. Wenn der Zuspruch, welcher auch durch mangelnde Werbung herrührt, so gering bleibt, wird es auch weiterhin solche Filme nur für kurze Zeit und zu seltsamen Zeiten geben. Selbst bei einem FSK 0 Film. In dem Kinosaal waren wir jedenfalls zu dritt. Auch wenn es irgendwie schön ist den Saal quasi für sich zu haben, ist es für die Filmemacher doch traurig, wenn ein gutes Werk so wenig Zuspruch hat. Vor allem wenn man sieht, wie viel Zuspruch der 08/15 Schrott aus Hollywood hat. Es lebe der Massenmarkt sage ich da nur.