Ein wenig lockere Filmrezension
- Dezember 13th Dezember 2010
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Dieses Wochenende habe ich einige Blu-Rays angeschaut und möchte euch über die Filme natürlich auch berichten.
Angefangen hat es Freitag Abend mit Tekken. Tja was soll ich zu diesem Machwerk nur sagen? Fangen mir mit dem positiven an. Es hält sich einigermaßen an die Hintergründe von Tekken, aber ansonsten….
Der Film kann weder durch besondere Story, schauspielerische Leistung, tolle Effekte oder spektakuläre Kämpfe glänzen. Dies ist jedenfalls meine bescheidene Meinung. Ich bin zum Glück ganz ohne Erwartungen an den Film heran gegangen, somit hielt sich die Enttäuschung in Grenzen. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass ich Lebenszeit vergeudet habe, indem ich mit das Werk angesehen habe.
Es geht in dem Film darum, dass Jin Kazama in den “Slums” lebt mit seiner Mutter zusammen. Dort verdient er sich damit Geld, dass er wertvolle Technologie stiehlt und bei Hackern verkauft, welche in das Netzwerk von Tekken, welches einer der Konzerne der Welt ist, die nach einem Weltkrieg die Herrschaft übernommen haben, eindringen wollen. Natürlich kommt Tekken dahinter und nicht nur die Hacker, sondern auch Jins Mutter werden umgebracht. Jin selbst kann dem Attentat entkommen. Darauf macht er, was seine Mutter ihm verboten hatte. Er macht bei dem jährlichen Iron Fist Turnier von Tekken mit um sich letztlich an Heihachi Mishima für den Mord zu rächen, da er diesen für den Initiator des Anschlages hält.
Dies war ein Auszug der Handlung, welche nicht wirklich überraschende Wendungen hat. Diese gibt es erst recht nicht, wenn man die Spieleserie kennt.
Gleich nach Tekken ging es weiter mit einem Film, der mir so gar nichts sagte, aber interessant klang. Dabei handelte es sich um IP man.
Von diesem Film war ich begeistert. Es hatte richtig Spaß gemacht mir diese beiden Blu-Rays anzusehen, da in der Box IP man 1 und 2 waren. Der Film versteht sich als Biographie von IP man, genauer gesagt seinem Leben in den 1930ern bis 1950ern. Dabei muss man aber sagen, dass die Chinesen ihn schon sehr idealisiert haben und sein Leben sicherlich nicht ganz so verlief, wie es im Film dargestellt worden ist. Was natürlich ein wichtiger Punkt noch ist, es handelt sich um einen Kung Fu, oder eher Wing Tsung, Film. Man kann IP mans Leben verfolgen, sieht dass er vermögend ist und ein unglaublicher Wing Tsung Meister, sieht wie er im 2. Weltkrieg unter der japanischen Besatzung leidet und mit seiner Familie verarmt ist. Danach geht es im zweiten Film weiter nach Hong Kong, wo er versucht eine Kampkunst Schule zu eröffnen und dass es ihm die anderen Meister und auch die Engländer nicht all zu leicht gemacht haben.
IP man selbst wäre wohl gar nicht so berühmt geworden, auch wenn er der Wegbegründer des Wing Tsung sein dürfte, wenn nicht einer seiner Schüler Bruce Lee gewesen wäre. Auf Bruce Lee wird dabei im Film nicht groß eingegangen, es wird nur am Ende erwähnt.
Damit waren Freitag Abend uns Samstag Morgen erledigt. Filmtechnisch ging es erst am heutigen Sonntag weiter mit zwei Filmen, zu denen man wohl kaum etwas sagen muss. Jedenfalls zum ersten der beiden sicher nicht.
Zum ersten mal, man sollte es kaum glauben, habe ich mir Blade Runner komplett angesehen. Dabei war es die Final Cut Version. Zum einen muss ich sagen, dass der Film wirklich sehr schön aufbearbeitet worden ist für die Blu Ray und man dem Film sein Alter nicht ansieht. Zur Handlung von Blade Runner muss ich wohl kaum etwas sagen. Nur allen die diesen Film noch nie gesehen haben kann ich raten, sich diesen anzusehen. Allerdings ist es kein Popcornkino bei dem man sein Hirn ausschalten kann. Der Film ist eigentlich nur dann richtig gut und kommt zur ganzen Geltung, wenn man beim Zuschauen mitdenkt.
Den Abschluss hat Sweeney Todd gebildet. Der Film hat das gleichnamige Musical als Basis. Von der Handlung her hat der Film Ähnlichkeiten mit dem Grafen von Monte Christo. Der Barbier Benjamin Barker wurde zu unrecht verhaftet und in Gefangenschaft gebracht, weil ein mächtiger Richter in seine Frau verliebt war, welche durch die Tat des Richters, und weil sie sich mit Arsen umbringen wollte, verrückt geworden ist. Benjamin kommt nach der Gefangenschaft als Sweeney Todd zurück nach London und erfährt dort dass sich seine Frau vergiftet hat. Darauf nimmt er an, sie sei tot. Nach einem ersten erfolglosen Versuch den Richter Turpin umzubringen beginnt er sich an ganz London zu rächen, indem er allen, welche sich bei ihm rasieren lassen, die Kehle durchschneidet. Seine quasi Lebenspartnerin Ms. Lovett verarbeitet diese Opfer zu leckerer Fleischpastete.
Sweeney Todd bleibt der Musical Herkunft treu und somit wird im Film überwiegend gesungen. Erfreulicher Weise wurde der Gesang aber nicht übersetzt. Somit hat man nur die Wahl, falls es mit dem englisch hapert, die deutschen Untertitel einzublenden. Sweeney Todd sehe ich mir immer wieder gerne an. Zum einen mag ich Musicals und zum anderen zeigt dieser Film eine wunderbar düstere Stimmung, wie sie nur Tim Burton auf die Leinwand zaubern kann.
Als Resümee dieses Wochenendes kann ich sagen, dass sich drei Filme gelohnt haben und einig Tekken ein Reinfall war.
