Archiv für Kategorie ‘Allgemein’

Versand-/Zollabzocke GDSK

Eigentlich bin ich durchaus skeptisch, wenn Rechnungen kommen und google vorher nach den Unternehmen und möglichen Rechnungen, doch leider erwischt es mich auch manchmal. Aber am besten fange ich von vorne an.

Ich habe mir Ware in China bestellt. Nicht weil sie dort günstiger ist. Der Grund liegt schlicht und ergreifend darin, dass ich diese nur dort kaufen kann. Verschickt wurde diese mit EMS. Einige Tage später erhalte ich einen Brief von der GDSK – Gesellschaft der Schnellkurriere. Diese benötigen für die Zollabwicklung noch einen Beleg über den Wert der Ware (PayPal Auszug, Western Union, Kopie der Überweisung), dazu muss ich noch auf dem Formular ankreuzen ob die Ware für privat oder geschäftlich ist. Ob sie eine Bestellung oder ein Geschenk ist. Natürlich unten noch die Unterschrift, oder ich muss ankreuzen, dass ich die Annahme verweiger und die Sendung zurück geschickt wird.

Auf der Rückseite (welche ich nicht genau genug gelesen habe) werde ich noch darüber informiert, dass ich ab dem 7. Werktag Lagergebühren von 4,23€ zzgl. MwSt pro Tag entrichten muss und – jetzt kommt der wichtige Teil – Abfertigungsgebühren / Dienstleistungspauschalen von 21,50 zzgl MwSt (25,59€) anfallen.

Selbst wenn ich dies richtig gelesen hätte, wäre ich in einer Zwickmühle gewesen. Entweder ich erkläre mich mit meiner Unterschrift bereit diese extreme Pauschale zu zahlen, oder die Ware geht wieder zurück zum Absender. Jedenfalls habe ich denen alles zugefaxt und 2 Tage später (ähm Schnellkurriere?) kam auch die Sendung. Am darauffolgenden Tag (geht ja doch schnell) kam die Rechnung über 20,50€ Mehrwertsteuer für die Sendung und 25,59€ für die Dienstleistung.

Nun mein zweiter dummer Fehler. Ich überweise erst das Geld und danach mache ich mich über den Verein schlau. Es gibt sehr viele Beschwerden über die GDSK und sehr viele nützliche Hinweise. Der wirklich nützlichste ist, nur die Zollgebühren zu zahlen und denen einen Brief mit dem Widerspruch über die Dienstleistungsgebühren zuzusenden. Dieser wurde sogar von einem Anwalt verfasst, da sich schon einige Rechtsbeistand wegen diesem Verhalten holen mussten. Aus diesen Erfahrungsberichten geht auch hervor, dass die GDSK bei dem Antrag auf Eigenverzollung beim lokalen Zollamt nicht reagiert. Dabei ist dies kein Aufwand und bei anderen Versendern sogar Gang und Gebe. Damit wird noch offensichtlicher, dass es der GDSK nur um schnelles Geld geht für eine Leistung, welche kaum menschliches Eingreifen erfordert.

Daher mein Ratschlag an alle, welche etwas in China bestellen. Wird dort per EMS verschickt, bittet darum einen anderen Paketdienst zu nehmen. Auch wenn dieser vielleicht ein höheres Porto hat, am Ende kommt es doch günstiger.

Buchrezension: Der Name des Windes

Der Name des WindesNachdem mir im Hermke das Buch “Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag” von Patrick Rothfuss empfohlen worden ist, habe ich auch gleich zugegriffen. Für gewöhnlich erhält man dort gute Tipps, auch von Kunden. Horst danke dir dafür. Das 863 Seiten starke Buch kommt ohne ausführlichen Klappentext aus, was ich als sehr erfreulich ansehe. Diesen möchte ich auch zuerst wiedergeben.

In “Der Name des Windes” erzählt Patrick Rothfuss die Geschichte von Kvothe, dem berühmtesten Zauberer seiner Zeit.

Dieser Text sagt doch wirklich mehr als genug und verrät nicht zu viel von der Geschichte, was bei anderen Büchern durchaus vorkommen kann und auch vorkommt. Aus diesem Grund möchte ich mich ebenfalls zurückhalten mit der Geschichte um nicht dem Leser vorzugreifen. Allerdings wird der aufmerksame Leser auch schnell eigene Schlüsse ziehen können. Der Haupthandlungsstrang des Buches spielt in der Vergangenheit, da Kvothe seine Geschichte niederschreiben lässt um daraus eine Geschichte verfassen zu lassen, welche den Tatsachen entspricht. Aus diesem Grund ist auch der größte Teil des Buches in der ersten Person geschrieben.

Kvothes Geschichte beginnt in seiner Jugend und so bekommt der Leser seinen Werdegang zum größten Zauberer aller Zeiten mit. Um zu diesem zu werden ist es für ihn sicherlich sehr nützlich, dass er sehr talentiert ist und unglaublich schnell lernt. Wofür andere Monate oder Jahre brauchen, braucht er Tage oder Wochen. Doch hat er auch schnell gelernt, dass er er einfach nur dafür sorgen muss, dass er sich einen entsprechenden Ruf aufbauen muss um als mächtiger zu gelten, als er es ist. Somit verbreiten seine Mitmenschen was sie gesehen haben, oder gehört haben und er wird schon in der Kindheit fast eine Legende. Dabei war er anfangs nur ein Kind aus dem fahrenden Volk. Das Schicksal wollte es aber anders und sowohl Glück, als auch sehr viel Pech formten diesen Menschen.

Aus Zeitgründen konnte ich diesen Titel nicht so verschlingen, wie ich gerne wollte. Es sind kaum langatmige Passagen aufgekommen und der Schreibfluss ist sehr flüssig. Selbst die deutsche Übersetzung liest sich sehr gut, was wohl noch seltener ist als schöne Klappentexte. Die Geschichte hat lustige und traurige Elemente, diese sind in einem gelungenen Spannungsbogen aufgebaut, so dass man, der Zeit trotzend, immer noch ein Kapitel mehr lesen möchte. Die Kapitel selbst sind relativ kurz, was es noch schwerer macht das Buch wegzulegen, wenn man ein Kapitel fertig gelesen hat.

Wer auf ein gelungenes Fantasy Buch Lust hat, dem kann ich “Der Name des Windes” wärmstens empfehlen. Ich habe den Kauf nicht bereut. Für Würzburger empfehle ich natürlich den Kultbuchhändler Hermke zu unterstützen und das Buch dort zu kaufen. Wer nicht persönlich vorbeikommen kann, kann dort auch anrufen. Dann kommt das Buch portofrei zu euch nachhause.

Neuestes Sparpaket

Es ist mal wieder so weit, unsere Bundesregierung hat ein neues Sparpaket beschlossen. Ich hatte es ja nicht anders erwartet, den größten Teil tragen die sozial Schwachen. Es wurde schön an der Harz IV Schraube gedreht.

Ein wenig wurde noch an anderen Schraube gestellt, wie Ökosteuer Subventionen für Landwirte und eine Steuer auf Flugtickets, da es wohl Schwierigkeiten gab, das Kerosin zu besteuern. Insgesamt sollen so bis 2014 rund 80 Milliarden € eingespart werden.

Bei so etwas kommt mir fast das Essen hoch. Es wird wieder überall versucht Geld einzusparen und dabei wird vielen das knappe Geld aus der Tasche gezogen. Wie wäre es, wenn mal wirklich Kosten eingespart werden? Es gibt Unmengen an Subventionen, welche reine Geldverschwendung ist, verrückte Bauprojekte und Ausgaben in denen jährlich Milliarden versacken. Nicht zuletzt natürlich noch unsre Minister und der ganze Verwaltungskomplex unter diesen. Auch dort ist sehr viel Einsparpotential. Doch an dieser Stelle würde sicher nie geplant werden. Bei den Energieriesen haben sie sich auch noch nicht getraut, mit dem Hinweis auf die laufenden Gespräche. Es wird wohl Ende September dazu eine Äußerung der Regierung geben. Doch zweifel ich daran, dass die Energieriesen groß zur Kasse gebeten werden.

Mit Ruckname der Subventionen würde man ja einige große Kassierer verärgern. Viele unsinnige Ausgaben werden getätigt, da es Verbindungen zwischen dem Auftraggeber und dem Empfänger gibt, dies behaupte ich nun einfach. An die eigene Tasche will sicher niemand, darum werden Diäten erhöht und nicht gekürzt.

Es gäbe eine einfache Lösung für unsere Politiker. Wenn Einsparungen gemacht werden müssen, gehen Ministergehälter und Abgeordnetengehälter um 10% runter. Müssen mehr neue Kredite als im Vorjahr aufgenommen werden gehen sie um 20% runter. Automatische Erhöhungen gibt es gar nicht mehr und die Bezüge dürfen nur steigen, wenn es der Finanzhaushalt zulässt und dann auch nur mit Zustimmung der Bevölkerung. Damit würden unsere Politiker über ihre Taten nachdenken.

Man möge mir diesen etwas holprigen Beitrag verzeihen, das schreibe ich alles aus dem Bauch heraus und habe die Worte nicht vorher groß durchdacht.

Opels lebenslange Garantie

Heute widme ich mich ein mal der Werbung. Genau gesagt um die neue Opel Werbung, in welcher eine Lebenslange Garantie auf Neufahrzeuge gewährt wird.  Einen Beitrag schreibe ich dazu, da sich die Wettbewerbszentrale bei Opel gemeldet hat und auch eine Abmahnung an diese verschickt hat, auf welche Opel bis Freitag Zeit hat zu reagieren.

Es klingt zu schön um wahr zu sein, was in der Werbung versprochen wird. Wenn ich einen Opel kaufe, erhalte ich Lebenslang eine Garantie auf mein Auto. Doch genau das ist der Punkt. Es ist zu schön um wahr zu sein. Die Garantie gilt nur für den Erstbesitzer und ist auf 160.000 km begrenzt. Schon ab 50.000 km muss ich einen Teil der Materialkosten selbst tragen, dieser Teil wird mit der Laufleistung immer größer. In Zahlen bedeutet dies. Ab 50.000 km muss ich 10% der Materialkosten selbst tragen. Bei 100.000 km sind es 60% der Materialkosten. Die Lohnkosten sind allerdings immer zu 100% von der Garantie abgedeckt. Ein weiterer Pferdefuß ist, dass die Garantie maximal den Zeitwert des Fahrzeuges abdeckt. Bei einem Neuwagen ist das noch egal, doch je älter das Fahrzeug ist um so mehr muss man am Ende wohl selbst drauflegen. Jedenfalls solange man innerhalb der 160.000 km ist.

Jedenfalls möchte Opel an dieser Marketingkampagne festhalten und sie nicht zurückziehen. Laut Opel ist diese essentiell wichtig. Sie wird sogar von der Bedeutung mit einem neuen Modell gleichgesetzt. Damit wird es wohl noch spannend zwischen Opel und den Wettbewerbshütern. Wer sich am Ende durchsetzt ist für mich noch nicht ersichtlich. Ich tendiere aber dazu, dass Opel einen Rückzieher machen muss, da die Werbung doch zu viel Verspricht, was sie nicht halten kann.

Des weiteren muss man, sobald das 4. Jahr beginnt,  11,90€ zahlen. Ansonsten erlischt die Garantie.

Die Wettbewerbshüter haben einerseits schon recht, dass diese Werbung mehr als nur irreführend ist. Allerdings muss ich auch sagen. Lasst doch die Werbung wie sie ist. Wer so viel Geld in die Hand nimmt, und ein Autokauf kostet viel Geld, und sich nicht genau informiert, ehe er den Kaufvertrag unterschreibt, ist selbst schuld. Wir sind doch alles mündige Menschen, hoffe ich, dann sollte jeder selbstständig prüfen können wie viel Wahrheitsgehalt in der Werbung steckt. Wer dazu nicht in der Lage ist, hat es meiner Meinung nach auch nicht besser verdient. Einzig bei älteren Menschen bin ich mir nicht sicher, ob diese immer alles genau prüfen können. Diese könnten wohl eher auf eine solche Werbung hereinfallen. Doch wenn man nicht mehr in der Lage ist ein Angebot zu prüfen und sicher zu stellen, dass dort nicht 10 Pferdefüße sind, ist man dann noch in der Lage wirklich vernünftig am Straßenverkehr teilzunehmen?

StreetView wiederspruch

Heute habe ich mir das Angebot von google angesehen, sein Haus in StreetView zu verpixeln (hier zu finden https://streetview-deutschland.appspot.com/submission).

An sich ist es ja ein nettes Angebot von google. Wenn ich nicht möchte, dass sich jeder auf der Welt einfach so mein Haus anschaut, von dem niemand weiß, wer in diesem wohnt, kann dieses unkenntlich machen. Ich hatte ja schon geschrieben, dass google garnicht weiß, wer unter dieser Adresse zu finden ist, außer ich selbst habe die Daten veröffentlicht. Nun ist google aber nicht dumm. Um mein Haus unkenntlich zu machen, muss ich angeben, dass ich in diesen Haus wohne. Neben weiteren Informationen über das Aussehen des Hauses, damit es eindeutig zugeordnet werden kann und sicher kein Fehler passiert.

Damit gebe ich google aber selbst eine 100% Zuordnung von Bewohner zu Adresse. Damit zeigt sich mal wieder wie weit die Menschen mitdenken können, wenn die Medien schön Panik machen. Anonyme Fotos vom Haus sind offensichtlich der sichere Weg in die Hölle, doch wenn man google zu dem Haus selbst Informationen gibt es es wieder in Ordnung. Ich möchte wissen, ob sich dabei wirklich jemand durchließt, was er da akzeptiert. Es steht zwar schön in den Nutzungsbedingungen drinnen, was google braucht und welche Bedingungen erforderlich sind um das Haus unkenntlich zu machen, doch es wirk keine Information darüber gegeben, was google mit den so gesammelten Daten anfängt.

Da könnte ich doch glatt zum Schluss kommen, google nutzt die Dummheit der Menschen um Daten zu sammeln und hat dieses Sommerlochthema in den Medien selbst angestoßen, damit sich auch schön viel Dummheit findet.

Tanz der Vampire

Gestern war es so weit, ich war in meinem ersten Musical. Es ging zu Tanz der Vampire in Stuttgart. Ich hatte ja schon viel gutes darüber gehört, also habe ich eine Freundin eingeladen und wir sind relativ spontan hin gefahren. Bevor ich etwas zum Musical sage, kurz ein Bericht über die Fahrt.

Auf de A81 war nichts los und eigentlich hätten wir genügend Zeit gehabt und das SI-Center in Stuttgart anzusehen, bevor es ins Musical ging. Doch schon bald auf der A81 fühlte sich das Auto sehr schwammig an, hieß also an der nächsten Möglichkeit raus und nachschauen. Tja hinten links hatte ich einen Platten. Natürlich habe ich keinen Ersatzreifen, sondern nur einen Reifenpiloten. Nachdem das Zeug drinnen war und nach gefühlten 10 Minuten, die der Kompressor zum füllen des Reifens gebraucht hatte ging es weiter mit 80 km/h. Alle 90 bis 100 km durfte ich den Reifen wieder aufpumpen, weil der Reifenpilot den Schaden nicht reparieren konnte und ich somit wieder fast auf der Felge war. Immerhin war das besser als ein Luftverlust nach 10 Sekunden. Das war es allerdings mit dem Puffer und wir sind 4 Minuten vor Vorstellungsbeginn angekommen. Ein wenig später und wir hätten keinen Einlass mehr bekommen und der Abend wäre ins Wasser gefallen. So konnten wir uns in die 13. Reihe begeben und hatten einen guten Blick auf die Bühnen. Waren auch immer noch nahe genug an dieser um Mimiken erkennen zu können.

Nun aber zu dem Musical selbst. Die Macher haben sich einiges gedacht und schon nach der Ouvertüre kam das erste genial gemacht Erlebnis. Die Darsteller waren noch hinter dem Vorhang, waren aber durch geschicktes Ausleuchten sichtbar. Auf den Vorhand wurde eine Schneelandschaft und Schneefall projiziert. Somit sah es wirklich aus, als wären Alfred und der Professor in einem Schneesturm. Dann kam auch schon Alfreds Soloeinlage, der Professor war verschwunden in diesem Schneesturm.

Nach dieser Einführung wechselte das Bühnenbild und es ging zu einer Herberge, einem der beiden Hauptschauplätze. Diese war schön gemacht, auch wenn sie etwas künstlich wirkte. Da man diese Herberge um 180 Grad drehen konnte und durch Blenden, welche vor diese gelassen werden konnten, ließen sich Außenansicht, Innenansicht Taverne und Innenansicht Zimmer darstellen. Dort ging es dann auch richtig los, als der steif gefrorene Professor wieder auftaut und sich wundert, wieso alle Knoblauch um die Hälse tragen. Er fühlte sich seinem Ziel sehr nahe, die Existenz von Vampiren zu beweisen. Natürlich wurde alles von den Dorfbewohnern bestritten. Es gäbe in der Nähe so sehr ein Schloss, wie es eine Windmühle gäbe. Alle bestätigten dies auch, nun bis auf einen, welcher schnell zum Schweigen gebracht worden ist und als Dorftrottel betitelt wurde.

Einige Szenen Später war es dann so weit. Graf von Krolock hatte seinen Auftritt. Er kam durch den Saal entlang und ging durch die Zuschauer zur Bühne um dort imposant seinen ersten Auftritt zu haben. Er verführte mit seinen Worten Sarah, die Tochter des Wirtes, welche sich in ihrem Leben langweilt und von ihrem Vater auch noch ständig eingesperrt wird. Durch Versprechungen der Freiheit, welche sie sich ersehnt, will er sie zu sich locken. Natürlich mit Hintergedanken. Beim jährlichen Tanz der Vampire soll sie ihm als freiwilliges Opfer dienen und so letztlich selbst ein Vampir werden. Als sie schließlich in den Wald rennt um zum Schloss zu gelangen geht ihr ihr Vater nach um sie zu retten. Es kommt allerdings nur eine steif gefrorene Leiche zurück, welche Bisswunden aufweist. Der Professor lässt sich nicht von den Dorfbewohnern einreden, dass dies Wölfe gewesen sind und will Yoine Chagal einen Pflock ins Herz rammen, damit er wenigstens dessen Seele retten kann. Dies wird allerdings von Rebecca, seiner Frau, verhindert und der Professor und Alfred werden auf die Zimmer vertrieben.

Dies war allerdings ein Fehler, denn in der Nacht wacht Chagal als Vampier auf, währen sich die Magd Magda über seinen Tod beklagt. Auch wenn er ihr immer an die Wäsche wollte, war er doch letztlich ein netter Kerl. So wird auch sie ein Vampir, da er sie beißt. Kurz darauf kommen der Professor und Alfred hinab um Chagal heimlich einen Pflock durch das Herz zu rammen, doch Chagal hat die Leiche von Magda unter dem Laken versteckt, unter dem er selbst lag. Als sie nach der richtigen Position des Herzens tasten merken sie, dass dort anatomisch etwas nicht stimmt und der Schwindel fliegt auf. Nach einer kurzen Verfolgungsjagd bietet Chagal an, die beiden zum Schloss zu führen, wo auch Sarah ist.

Nun ging es zum letzten großen Bühnenbild. Dem Schloss des Grafen, wo sie von diesem auch schon erwartet werden. Vor allem Alfred wurde dabei sehnlich von Herbert erwartet, dem schwulen Sohn des Grafen von Krolock. Als es Tag war, versuchten der Professor und Alfred in der Gruft den beiden einen Pflock ins Herz zu rammen, was allerdings scheiterte. Der Professor blieb beim Einstieg in die Gruft stecken und Alfred konnte einfach niemandem einen Pflock ins Herz treiben. So blieb nur der Rückzug. Als Alfred Sarah fand, konnte er sie nicht zur Fluch überreden, da sie dem Grafen schon verfallen war und sich auf den Ball freute.

So kam es schließlich zum Ball, auf welchen sich Alfred und der Professor verkleidet schlichen.  Sarah wurde auf diesem gebissen  vom Grafen und tanzte mit blutigem Hals mit ihm. Alfred und der Professor schlichen sich unter die Tanzenden und kamen Sarah so nahe, dass der Professor erkennen konnte, dass sie zwar gebissen worden ist, aber noch lebte. Dies wurde auch den Zuschauern schnell klar, da der Ball vor einem Spiegel war und es nur Spiegelungen von Sarah, Alfred und dem Professor gab. Die Vampire waren nicht im Spiegel zu sehen. So begann die Flucht aus dem Schloss, welche auch gelang. Sarah, Alfred und der Professor waren letztlich frei und auf ihrem Weg zurück nach Königsberg, wo sich der Professor für seine Forschung den Nobelpreis erhoffte, hatte er doch die Existenz von Vampiren bewiesen. Bei dieser Flucht gibt es noch ein Ereignis, welches ich nun aber verschweigen werde. Dieses erfährt nur, welcher in das Musical geht oder sich den Film Tanz der Vampire ansieht.

Ich hatte zum Glück eine Vorstellung ohne technische Pannen, welche wohl des öfteren mal vorkommen sollen. So konnte ich alles gänzlich genießen. Die Bühnenbilder waren herrlich und die Musikstücke einfach nur atemberaubend. Das Orchester wusste was es tat und die Darsteller stecken so manchen Popstar oder Superstar, welcher im deutschen Fernsehen gefunden wird, gesanglich in die Tasche. Besonders faszinierend waren Situationen, bei denen die Darsteller hinter dem Vorhang waren und auf den Vorhang etwas projiziert worden ist. Dieser Effekt war schön anzusehen. So wurde beim Tanz der Vampire der Vorhang auch zum Spiegel. Vor dieser Leistung habe ich wirklich Respekt, denn während die menschlichen Hauptdarsteller im Vordergrund getanzt haben, waren im Hintergrund Doubles, welche die Exakten Bewegungen mitgemacht haben, allerdings ohne den Tanzpartner. So entstand die Illusion, sie würden vor einem Spiegel tanzen in welchem sich die Vampire nicht spiegeln.

Musikalisch werden wohl viele Melodien erkennen, da sich der Komponist Jim Steinman bei vielen seiner vorhergehenden Werke bedient hatte. Es ist nicht wirklich schlimm und so stellt sich schnell das Gefühl ein alles irgendwie schon mal gehört zu haben. Zwar nicht vom Text, doch von der Melodie.

Ich kann jedem nur empfehlen, das Geld in die Hand zu nehmen und nach Stuttgart zu fahren (möglichst mit intaktem Auto oder doch dem Zug). Tanz der Vampire wird dort noch bis Januar 2011 vorgeführt, ehe es von “Ich war noch niemals in New York” abgelöst werden wird. Leider habe ich keine Informationen gesehen, ob es danach an einem anderen Spielort in nächster Zeit gezeigt werden wird. Zu gerne würde ich mir Tanz der Vampire noch einige male anschauen, doch fehlt mir die Zeit und irgendwann dürfte auch das Kleingeld zu neige gehen. Da die Spielzeit begrenzt ist, wird es auch nicht mehr so viele Gelegenheiten geben, zumal das Palladium Theater sehr nahe am Status ausgebucht ist.

Der geliebte Datenschutz

Es ist ja gerade in Mode über google Streetview herzuziehen. Durch die Fotos von unsren Häusern und Wohnungen wird die Einbruchsrate ins unermessliche steigen. Jedenfalls habe ich das Gefühl, wenn ich mir die Medien so ansehe. Ich frage mich dabei, haben wir keine anderen Probleme? Die Antwort darauf fällt mir einfach. Wir haben andere Probleme und mit solchen Skandalen wir Streetview wird erfolgreich von diesen abgelenkt.

Zugegeben google sammelt Daten und das in Massen, doch habe ich noch kein Datenleck bei google erlebt. Diese Sammelwut wird vor allem für eines genutzt…..Werbung. Doch wer könnte dies google übel nehmen? Werbung ist deren Geldquelle.

Aber nun wieder zurück zum Datenschutz. Woher weiß ein Einbrecher, dass ein Foto eines Hauses zu mir gehört und woher weiß der Einbrecher, ob es dort Wertgegenstände gibt? Google hat diese Daten nicht aufgenommen. Diese habe ich selbst ins Netz gestellt. Es gibt Unmengen von Portalen und viele sind in sehr vielen Portalen vertreten. Dadurch lassen sich leicht Verbindungen aufbauen und schon hat man zu einem Haus den Namen und oft auch Fotos vom inneren. Damit sollte man, bevor man sagt man hasse google StreetView, erst mal bei sich selbst anfangen und überlegen, was für Informationen preis gegeben werden.

Ich selbst habe lange Zeit auch nicht auf meine Daten aufgepasst und es ist ein mühsamer Werg die Datenspur wieder zu bereinigen. Aber diesen Weg muss jeder gehen, der sich über Datenschutz Gedanken macht. Es hilft nicht gegen einen Dienst zu protestieren der, meines Erachtens, ungefährliche Fotos ins Netz stellt. Man muss gegen sich selbst vorgehen und sich nicht in jedem sozialen Netz präsentieren. Wie heißt es so schön, man soll erst vor der eigenen Tür kehren, ehe man sich über den Dreck des Nachbarn beschwert.

Die Idee zu diesem Beitrag ist mir in den Sinn gekommen, als ich bei Pro7 Newstime den Bericht eines Aktivisten gegen StreetView gesehen habe, welcher aber im Hintergrund schön sein Facebook Profil offen hatte. Eine kurze Suche in google hat noch viele andere Bereiche gezeigt, in denen der Herr vertreten ist. Den Namen werde ich hier nun nicht nennen, doch denke ich, es haben genügend die Nachrichten gesehen.

Mehr Sicherheit und Gefahr neue Überwachungsmethode inclusive.

Heute gab es einen Bericht, dass das Reifendruckkontrollsystem in Autos eine erhebliche Schwachstelle bietet. Gedacht ist das System zur Reifendruckkontrolle. Diese Schwachstelle ist die drahtlose Kommunikation des Sensors im Reifen mit dem Kontrollsystem. Diese erfolgt völlig unverschlüsselt. Somit ist es möglich diese abzufangen, auszuwerten und sogar zu manipulieren.

Diese Ergebnisse stammen von Wissenschaftlern der Universität des US-Bundesstaates South Carolina in Columbus und der Rutgers Universität in Piscataway im US-Bundesstaat New Jersey.

Mit, unter anderem, einem programmierbaren Funksender, einer speziellen nicht näher definierten Platine im Gesamtwert 1500€ und der Software GNU Radio konnten die Wissenschaftler in das System eindringen, welches unverschlüsselt seine Daten überträgt. Dabei ist jeder Sensor eindeutig identifizierbar, da diese eine 32Bit lange, eindeutige, Kennung haben. Somit konnten die Wissenschaftler auf eine Entfernung von 40 Metern jedes Fahrzeug eindeutig identifizieren. Damit werden natürlich völlig neue Überwachungsmethoden der Autofahrer möglich. Würden solche Systeme an Kreuzungen und strategischen Punkten angebracht, könnte jede Bewegung der Autos nachvollzogen werden und man könnte ziemlich genau sagen, wo sich wer aufhält.

Zusätzlich ist es allerdings auch möglich durch falsche Signale die ECU (Electronic Control Unit, das Steuersystem) mit falschen Informationen zu beladen um so den Fahrer zu verwirren. Auch ist es möglich die ECU gänzlich außer Gefecht zu setzen. Die Lösung wäre das System nur verschlüsselt arbeiten zu lassen, doch gibt es im Moment keine Bestrebungen diese Kommunikation zu verschlüsseln.

In den USA ist es seit 2008 Pflicht, Neufahrzeuge mit einem Reifendruckkontrollsystem auszustatten. In der EU soll dies ab 2012 Pflicht werden. Nun stellt sich die Frage, wieso muss ein solches System in jedem Neufahrzeug verpflichtend verbaut werden? Soll es wirklich nur die Sicherheit erhöhen, oder soll damit eine neue Überwachungsmethode eingeführt werden, welche zudem sehr unauffällig ist.

Die exakten Ergebnisse werden von den Wissenschaftlern auf der Sicherheitskonferenz Usenix in Washington DC vorgestellt.

Quelle: http://www.golem.de/1008/77111.html
Aufsatz der Wissenschaftler: http://www.winlab.rutgers.edu/~Gruteser/papers/xu_tpms10.pdf

ZPÜ Wahnsinn

Manchmal frage ich mich, was geht in den Menschen vor und was machen die alles um an Geld zu gelangen.

Die Zentralstelle für private Überspielrechte (ZPÜ) hat nun im Bundesanzeiger ihre Tarife veröffentlicht. Demnach müssen PC Hersteller für ihre Rechner folgende Gebühren an die ZPÜ überweisen.

PC mit Brenner: 17,06€
PC ohne Brenner: 15,19€
Brenner: 1,88€

Den PC Herstellern bleiben nur zwei Wege. Sie weigern sich zu zahlen und müssen mit einer Klage der ZPÜ rechnen, oder sie einigen sich mit der ZPÜ auf einen separaten Vertrag, wodurch die Gebühren geringer werden würde.

Die Begründung der ZPÜ für diese Forderung ist allerdings mehr als lächerlich. Diese Gebühr wird erhoben, weil der Kunde am ende theoretisch geschützte Werke kopieren könnte. Diese Gebühr wird nicht erhoben für eine konkrete Ausführung sondern nur für die theoretische Möglichkeit dieser. Noch lächerlicher wird es durch die Tatsache, dass diese Gebühr rückwirkend ab Anfang 2008 entrichtet werden soll. Dass überhaupt eine Regelung rückwirkend entstehen kann halte ich für Schwachsinn. Schlimmer ist es nur, wenn es nicht ein Vertrag zwischen Organisationen ist, sondern ein Gesetz, was es in Deutschland auch schon gab. Erst hält man sich an die Gesetzeslage und dann gibt es ein rückwirkend in kraft tretendes Gesetz, demnach man sich über lange Zeit gesetzeswidrig verhalten hat und bestraft werden kann. So etwas darf es in einem Rechtsstaat nicht geben.

Ich muss sagen, dass ich am liebsten einen richtigen Denkzettel für solche Unternehmen sehen würde, auch wenn mich dieser selbst auch treffen würde. Alle Hardwarehersteller müssten geschlossen den deutschen Markt verlassen. Natürlich nicht für immer, allerdings wäre es interessant wie schnell die ZPÜ von diesen irrsinnigen Gebührenforderungen zurücktritt, wenn es für einige Monate keine PCs mehr in Deutschland zu kaufen gibt. Leider wird es allerdings dazu nicht kommen.

Allerdings bringt mir diese Meldung auch eine andere Frage wieder ins Gedächtnis, welche ich mir oft gestellt habe. Wenn ich Gebühren auf den Rechner und die Rohlinge entrichte, welche zur Kompensation von Privatkopien entrichtet werden, wieso darf ich mir dann keine CDs oder DVDs kopieren? Wieso ist das Umgehen des Kopierschutzes strafbar? Nun eigentlich ist es wohl eher eine rethorische Frage. Die Antwort darauf ist allerdings auch ganz einfach. Es ist so, weil wir einfachen Bürger geschröpft werden sollen und von allen Ecken uns das Geld aus der Tasche gezogen werden soll.

Letztlich kommt auch wieder die in diesem Zusammenhang gern genannte Überlegung. Vielleicht sollte ich doch aufs Amt und Kindergeld beantragen. Ich habe zwar keine Kinder, doch theoretisch könnte ich welche haben. Natürlich bitte ich auch um rückwirkende Auszahlung. Ich hätte ja schon seit sehr vielen Jahren Kinder haben können.

Buzzverkehr

oder wie ein neues google Produkt zu Wortspielen verleitet.

Es ist nun Tag 2 seit der Veröffentlichung von Buzz. Nachdem ich auf meinem iPhone schon am ersten Tag buzzen konnte, wurde dieses erst gestern Abend auch in meinem googlemail-Account freigeschaltet und ich kam in den Genuss von Texteingaben mit ordentlicher Tastatur. Somit konnte ich mir ausgiebig ein Bild von dem neuen Dienst machen.

Selbst mit geschlossenen Augen sieht man, dass buzz in der web 2.0 Gemeinde für viele Kontroversen sorgt. Die einen empfangen den neuen Sprössling mit offenen Armen, während andere diesen Dienst ablehnen. Was will ich mit einem Dienst, welcher Facebook und Twitter Konkurrenz machen will, wenn ich beides schon lange erfolgreich nutze? Dies und ähnliches ist oft zu lesen.

Google wird es wirklich schwer haben im Revier dieser beiden web 2.0 Riesen zu wildern, da sich beide sehr erfolgreich behaupten konnten und zur Speerspitze im Internet gehören, wenn es um social communities geht. Zudem funktioniert buzz einfach irgendwie anders. Somit kann man es nicht wirklich mit den bis jetzt vorhandenen Diensten vergleichen. Es verwendet zwar die Grundideen, doch die Umsetzung ist nicht durch simples Kopieren der Idee entstanden. Google hat sich für buzz ein neues Konzept erdacht und dieses stößt vielerorts auf Wiederstand. Dieser Wiederstand liegt aber auch in der Natur des Menschen. Selbst aufgeschlossene web 2.0 Menschen brauchen Zeit, bis sie sich an etwas neues gewöhnt haben und es akzeptiert haben. Facebook hatte es schwer, Twitter hatte es schwer, wieso sollte es buzz nun leichter haben?

Nein es wird noch schwerer, da wir uns erst an neue Arten der Kommunikation gewöhnen mussten und nun sollen wir uns wieder umgewöhnen?

Ich für meinen Teil werde buzz nicht so schnell aufgeben. Natürlich heißt dies nun, noch mehr Plattformen gleichzeitig beobachten und in diesen leben, jedenfalls bis es eine Möglichkeit gibt alle mit einem Tool gleichzeitig zu bewohnen. Letztlich wird es aber nur noch eine große Plattform im Netz geben schätze ich. Es mag noch viele Jahre dauern, doch am Ende wird google seinen Siegeszug fortführen. Trotz aller Wiederstände, welche der einst so beliebten Suchmaschine entgegenstoßen. Diese sind allerdings logisch, da die Befürchtung vorhanden ist, google möchte die Datenhoheit über alle vorhandenen Daten im Netz besitzen. Ich glaube, googles Interesse liegt an anderer Stelle. Dieses Unternehmen möchte Umsatz und Gewinn machen. Daher unternehmen sie alles um für die Werbepartner, welche die einzige große Einnahmequelle von Google ist, attraktiv zu erscheinen. Wer kann es wirklich einem gewinnorientierten Unternehmen verübeln, alles zu unternehmen um diesen einzuholen?

Natürlich wäre es mir lieber diese ganzen Dienste würden bei einem nicht gewinnorientierten Projekt liegen und dies alles würde nur betrieben um die Menschen zu vernetzen und nicht um Geld damit zu verdienen. Leider wird es so etwas in naher Zukunft kaum geben, da immense Kosten mit solch einem Unterfangen verbunden sind. Wenn mir allerdings jemand die notwendigen Millionen spendet werde ich eine Konkurrenz zu google erfinden, welche keine finanziellen Interessen hat. Allerdings müssten diese Millionen regelmäßig fließen, da ich und die notwendigen Mitarbeiter natürlich auch Essen kaufen müssen. Von der Anschaffung der notwendigen Hardware ganz zu schweigen.

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