Buchrezension: Der Name des Windes
- September 6th September 2010
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Nachdem mir im Hermke das Buch “Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag” von Patrick Rothfuss empfohlen worden ist, habe ich auch gleich zugegriffen. Für gewöhnlich erhält man dort gute Tipps, auch von Kunden. Horst danke dir dafür. Das 863 Seiten starke Buch kommt ohne ausführlichen Klappentext aus, was ich als sehr erfreulich ansehe. Diesen möchte ich auch zuerst wiedergeben.
In “Der Name des Windes” erzählt Patrick Rothfuss die Geschichte von Kvothe, dem berühmtesten Zauberer seiner Zeit.
Dieser Text sagt doch wirklich mehr als genug und verrät nicht zu viel von der Geschichte, was bei anderen Büchern durchaus vorkommen kann und auch vorkommt. Aus diesem Grund möchte ich mich ebenfalls zurückhalten mit der Geschichte um nicht dem Leser vorzugreifen. Allerdings wird der aufmerksame Leser auch schnell eigene Schlüsse ziehen können. Der Haupthandlungsstrang des Buches spielt in der Vergangenheit, da Kvothe seine Geschichte niederschreiben lässt um daraus eine Geschichte verfassen zu lassen, welche den Tatsachen entspricht. Aus diesem Grund ist auch der größte Teil des Buches in der ersten Person geschrieben.
Kvothes Geschichte beginnt in seiner Jugend und so bekommt der Leser seinen Werdegang zum größten Zauberer aller Zeiten mit. Um zu diesem zu werden ist es für ihn sicherlich sehr nützlich, dass er sehr talentiert ist und unglaublich schnell lernt. Wofür andere Monate oder Jahre brauchen, braucht er Tage oder Wochen. Doch hat er auch schnell gelernt, dass er er einfach nur dafür sorgen muss, dass er sich einen entsprechenden Ruf aufbauen muss um als mächtiger zu gelten, als er es ist. Somit verbreiten seine Mitmenschen was sie gesehen haben, oder gehört haben und er wird schon in der Kindheit fast eine Legende. Dabei war er anfangs nur ein Kind aus dem fahrenden Volk. Das Schicksal wollte es aber anders und sowohl Glück, als auch sehr viel Pech formten diesen Menschen.
Aus Zeitgründen konnte ich diesen Titel nicht so verschlingen, wie ich gerne wollte. Es sind kaum langatmige Passagen aufgekommen und der Schreibfluss ist sehr flüssig. Selbst die deutsche Übersetzung liest sich sehr gut, was wohl noch seltener ist als schöne Klappentexte. Die Geschichte hat lustige und traurige Elemente, diese sind in einem gelungenen Spannungsbogen aufgebaut, so dass man, der Zeit trotzend, immer noch ein Kapitel mehr lesen möchte. Die Kapitel selbst sind relativ kurz, was es noch schwerer macht das Buch wegzulegen, wenn man ein Kapitel fertig gelesen hat.
Wer auf ein gelungenes Fantasy Buch Lust hat, dem kann ich “Der Name des Windes” wärmstens empfehlen. Ich habe den Kauf nicht bereut. Für Würzburger empfehle ich natürlich den Kultbuchhändler Hermke zu unterstützen und das Buch dort zu kaufen. Wer nicht persönlich vorbeikommen kann, kann dort auch anrufen. Dann kommt das Buch portofrei zu euch nachhause.