HD+

Nun ist es so weit, ich habe mich von der Werbung breit schlagen lassen und habe mir einen HD+ Sat-Receiver gekauft. Dabei habe ich mich für den Humax HD-FOX entschieden. Auf dem Markt gibt es zur Zeit noch relativ wenig Auswahl und der Humax ist im günstigen Segmet immer noch der beste. Günstiges Segment heißt in diesem Fall 199€. Zuerst möchte ich etwas über den Receiver schreiben. Dieser hat zwei Scart Anschlüsse, einen HDMI Eingang, Komponenten Ausgänge, einen optischen Ausgang sowie eine Ethernet und eine USB Schnittstelle. Das Display zeigt nur die Sendernummer an und nicht den Sendernamen. Die Fernbedienung ist sehr übersichtlich und gut angeordnet. Das Menü des Receivers ist sehr übersichtlich und logisch aufgebaut. Das SD Bild wird sehr schön hochgerechnet und so sehen auch nicht HD Sendungen ordentlich aus. Allerdings liegt es da auch am Sender, in welcher Qualität dieser sendet.

Natürlich hat das Gerät auch Nachteile. Die neueste Firmware, welche den Receiver HD+ tauglich machte, hat zu einem Bug bei der Videotextanzeige geführt. Dieser kann nur noch transparent angezeigt werden. Zudem ist der Receiver auch nicht mehr Sky geeignet. Vor dem Firmwareupdate konnte dieser über das CI-Modul Sky dekodieren. Entsprechende Karte vorausgesetzt. Der richtig ärgerliche Teil kommt allerdings erst. Die Ethernetschnittstelle ist nicht aktiv und der USB Anschluss kann nur zum importieren und exportieren von Senderlisten genutzt werden. Humax verspricht zwar, dass eine PVR Funktion kommen wird, damit auf USB Platten aufgenommen werden kann und dass die Ethernetschnitstelle aktiviert wird, doch bis jetzt sind es nur leere Versprechungen.

Nun zum Thema HD. Das Bild sieht wirklich klasse aus auf den HD Kanälen. Ich selbst habe nur einen HD-Ready Fernseher, somit kann ich nicht einmal das volle Potential nutzen. Dennoch bin ich begeistert von dem Bild, welches übertragen wird. Die Pro7-Sendergruppe wird im übrigen erst am dem 31. Jannuar senden. Zur Zeit läuft nur die HD+ Werbung der Sendergruppe in Endlosschleife auf den entsprechenden Kanälen. Das ist eigentlich der einzige Vorteil von HD. Es sieht besser aus, doch nun zu dem Nachteil. Die privaten Sender übertragen nicht wie die öffentlich rechtlichen in HD sondern in HD+.

-Mit HD+ kann der Sender entscheiden, ob ein Film aufgezeichnet werden kann.
-Es kann bestimmt werden, wie lange eine Aufzeichnung gültig ist, bis sie sich selbst löscht.
-Es kann bestimmt werden ob Time-Shift genutzt werden kann oder nicht.
-Der Sender kann bestimmen, ob Werbung vorgespult werden kann oder nicht.
-Dieser Dienst von Astra wird 50€ im Jahr kosten, nach dem ersten kostenlosen Jahr. Wie eine Prepaidkarte, können dann HD+ Karten in Geschäften gekauft werden.

Nun werden sich wohl einige fragen, wieso ich mir dann einen HD+ Receiver gekauft habe. Die Antwort ist eigentlich ganz einfach. Ich habe die aktuelle Aktion vom Media Markt genutzt und im zweiten Anlauf hat es geklappt. Diesen Receiver konnte ich kostenlos ergattern. Es ist schon nett, wenn der MediaMarkt die Ware wieder zurücknimmt. ;)

Hoffend sehe ich beim Thema HD+ allerdings nach Brüssel. Das Kartellamt prüft zur Zeit das ganze Verfahren, da scheinbar Kartellrechtlich Bedenken aufgetaucht sind und bei dem ganzen Verfahren mit HD+ und CI+  Konkurrenz benachteiligt worden ist. Im Moment sieht es gar nicht schlecht aus, dass HD+ gekippt wird und die Sender doch in ganz “normalem” HD senden müssen. Natürlich bin ich mir bewusst, dass ich als Kunde ein Zeichen setzen müsste, indem ich mir keinen HD+ Receiver gekauft hätte, doch ich wurde schwach und konnte nicht widerstehen.  Asche über mein Haupt.

Beschneidung von Frauen

Eben habe ich auf Pro7 einen Bericht gesehen über die weibliche Beschneidung. Genau genommen ging es dabei um den Kampf von Rüdiger Nehberg und der Organisation TARGET gegen dieses Gräuel. Mich hat der Bericht doch betroffen gemacht und zum Nachdenken gebracht. Natürlich haben wir hier in Deutschland so einige Probleme, doch im Grunde jammern wir auf einem sehr hohen Niveau, wenn man bedenkt, was andere durch machen müssen in ihrem Leben.

In dem Fernsehbericht wurde deutlich gemacht, wie eine solche Beschneidung der Mädchen abläuft und welche Folgen dadurch entstehen. Es ist ja nicht nur die Tat an sich, bei welcher, bei vollem Bewusstsein, Klitoris und Schamlippen abgeschnitten werden. Die Folgen begleiten die Frauen ein Leben lang. Oft bleibt nur noch eine Öffnung in der Größe eines Reiskorns übrig und das Urinieren, sowie die Regelblutung sind mit starken Schmerzen verbunden. Wenn die Frauen ein Kind gebären wollen, muss dafür die so verengte Scheide erst wieder geöffnet werden. Natürlich sind auch die psychologischen Folgen vorhanden und begleiten sie ein Leben lang.

Rüdiger Nehberg hat eine Fatwa von einem islamistischen Gelehrten erstellen lassen und zu einer Konferenz aller islamistischen Führer eingeladen. In dieser wurde den Führern gezeigt, welche Folgen die Beschneidung hat und dass diese nicht vom Koran gedeckt ist. Sie ist sogar im Widerspruch zum Koran. Die Konferenz war ein Erfolg, auch wenn es kritische Momente gab und somit ist ein Schritt in die richtige Richtung getan Mädchen vor der Beschneidung zu bewahren. Natürlich wird sich eine 5000 Jahre alte afrikanische Tradition nicht einfach so auslöschen lassen, doch der Weg in die Richtung ist getan.

Es wäre wünschenswert, wenn es noch mehr Menschen wie Rüdiger Nehberg gäbe, welche sich für die wirklich großen Probleme kümmern. Leider kann ich mich auch nicht dazu zählen. Auch ich habe oft nur den Blick auf die kleinen lokalen Probleme und verliere den Blick für Relationen. Vielleicht kann ich aber nun etwas weniger auf hohem Niveau jammern.

Schon GEZahlt?

Mal wieder hat die GEZ eine neue Idee zum Geld scheffeln hervorgebracht. Die Gebühr für Internetfähige Rechner soll von 5,76€ auf 18€ ansteigen. Dazu gibt es auch noch die Überlegung, Laptops und Smartphones auch in diese Regelung hinzuzufügen. Ob die Gebühren 2013 in diesem Maße steigen wird am 9. Januar 2010 auf einer Sonderkonferenz der Ministerpräsidenten entschieden.

Alleine das wäre ja bereits eine große Frechheit der GEZ, doch es wird noch weiter getrieben. Die Beweislast soll in diesem Zug umgekehrt werden. Es wäre nicht mehr die GEZ, welche beweisen müsste, dass ein Fernseher, Radio, PC oder was auch immer vorhanden ist. Der Gebührenpflichtige müsste der GEZ beweisen kein solches Gerät zu besitzen. Somit sind wir alle in den Augen der GEZ zahlungspflichtig und müssen zahlen. Dass es alles andere als leicht ist diesem Verein zu erklären, dass man nicht zahlungspflichtig ist haben bereits viele in Deutschland lernen müssen.

In meinen Augen ist dieses Verhalten perfekt angewandtes, modernes, Raubrittertum. Im Gegensatz zu den damaligen Raubrittern ist die Chance sich dagegen zu wehren aber noch schlechter. Es reicht nicht nur, dass die Gebühren immer weiter steigen, nein diese werden auch auf immer mehr Geräte angewandt. Da ist doch die Frage, wozu benötigt die GEZ so viel Geld? Leider ist diese Frage auch leicht zu beantworten. Dieser gesamte Verwaltungsapparat, vor allem die überbezahlte Führungsriege, wollen bezahlt werden. Dazu geben die Sender Unmengen an Geld aus für ihre Fernsehfilme und unnötigen Shows. Sendungen wie Musikantenstadl oder Wetten Dass gehören eindeutig nicht zur Grundversorgung. NTV oder N24 bieten schon eine bessere Grundversorgung als die öffentlich rechtlichen. Es würde ein einziger Sender reichen, welcher den ganzen Tag Nachrichten bringt.

Wenn die Medienlandschaft der öffentlich rechtlichen weiter so bleibt, dann darf das nur wie bei Sky laufen. Wer schauen will, bekommt einen Decoder. Wer nicht schauen will hat keinen, zahlt dafür aber auch nicht. Dies wird allerdings nie geschehen, denn dadurch würde eine große Geldquelle wegfallen und viele könnten sich nicht mehr so leicht bereichern.

Arbeit Arbeit Arbeit

Es ist nun schon einen geschlagenen Monat her, dass ich zum letzten mal etwas hier verfasst habe. Eindeutig eine zu lange Zeit, zumal es richtig viel zu sagen gibt.

Wie schon letztens geschrieben, habe ich einen neuen Arbeitgeber. Seit November arbeite ich auch dort und bis jetzt gefällt es mir sogar sehr gut dort. Die ersten Tage bestanden nur aus Schulungen und Einweisungen. Da ich in der Einarbeitungsphase bin, bekomme ich auch nur Schritt für Schritt etwas zu tun und muss der Arbeit noch hinterher rennen um nicht Däumchen drehend da zu sitzen. Allerdings bessert es sich mittlerweile und ich kann mittlerweile Feierabend machen mit dem Wissen was ich am nächsten Tag frühs machen kann.

Nun kann ich auch genau benennen, in welcher Abteilung ich arbeite. Es ist bei CareFusion die IT der Research Services und dort sitze ich in der Systemgruppe. Dies bedeutet, ich kümmer mich um die Server, den Schutz der Server und die vielen, vielen virtuellen Server. Es ist schön, sich nicht mit “gewöhnlichen” PC Problemen herumschlagen zu müssen. Dafür sind die Probleme nun aber auch irgendwie immer dringender.  Diese Aufgabe erledige ich mit 2 weiteren Kollegen aus dem recht großen IT Team.

Ein nettes Arbeitsgerät habe ich auch erhalten. Es ist ein DELL Latitude E6500 mit allen Extras, welche es für diesen Laptop bei DELL zu kaufen gibt. Dazu gehören auch solche angenehmen Sachen wie ein 15″ Display mit einer Auflösung von 1900 x 1200 Pixeln und eine beleuchtete Tastatur. Damit ich schön viel Platz auf dem Desktop habe, steht auf dem Schreibtisch ein passender 24″ TFT.

Ansonsten gibt es noch zu sagen, dass ich in diesen drei Wochen mehr Meetings hatte, als ich es in 8 Jahren eibe hatte. Frage mich wie ich da zum Arbeiten kommen soll.

Recht nett sind die Pausen geregelt. Es wird täglich eine Stunde abgezogen, eine halbe wenn man weniger als neun Stunden arbeitet. Wann ich diese Pause aber mache, bleibt mir selbst überlassen. Solange die erledigte Arbeit und die geleisteten Stunden passen, kann ich kommen und gehen wann ich will. Gleitzeit wird bei CareFusion wirklich als solche angesehen.

Alles in allem waren das recht zufriedenstellende drei Wochen. Hoffentlich bleibt es auch weiterhin so. Dann könnte ich mit dieser Firma durchaus ein großes Los gezogen haben.

Wieder mal lange nichts geschrieben.

Melde mich zurück, nach längerer Pause. Ja ich lebe noch. ;) Was ist so alles die letzten Wochen geschehen?

Natürlich waren da die Bundestagswahlen. 2% waren schon ganz ordentlich, auch wenn ich mich persönlich über 3 bis 4% noch mehr gefreut hätte. In vier Jahren machen wir es besser. Garantiert!

Ansonsten war ich mal auf einer Vorstandssitzung, mal auf einem Stammtisch, ab und an auf der Arbeit und gestern auch noch auf der Frankfurter Buchmesse. Würde ich mir endlich eine neue Digicam kaufen, könnte ich auch Fotos von der Messe liefern. So kann ich nur berichten, wie voll es dort war und es war voll. Vor allem Halle 3 war unerträglich. Dort war allerdings auch das meiste für das “normale” Publikum geboten. Durch die anderen Hallen konnte man teilweise problemlos schlendern.

Die Cosplay Community war natürlich auch vertreten. Mal wieder ein schöner Anblick diese ganzen, teilweise sehr aufwendigen, Kostüme zu sehen. Auf der FBM war allerdings auch das Finale der Deutschen Cosplay Meisterschaften. Dies war natürlich ein Magnet für die Cosplayer.

Die wichtigste Nachricht kommt nun zum Schluss. Ich habe seit Donnerstag, den 22.10.09, einen neuen Arbeitgeber, bei welchem ich am 02.11.09 antreten werde. März hatte ich es bereits schon mal versucht, doch da hatte es nicht geklappt. Nun im zweiten Anlauf habe ich die Stelle bei CareFusion, welche März noch Cardinal Health hießen, als Systemadministrator bekommen. Ich bin schon ganz aufgeregt und grinse eigentlich nur noch, da es sich bei CareFusion auch noch um meinen Favoriten handelt. Ich wollte unbedingt dort arbeiten und nun ist es mir gegönnt. Die letzten Tage bei der eibe sehe ich damit recht entspannt. Telefon und Mails sind bereits umgeleitet auf meinen Nachfolger, so dass ich kaum belästigt werde. Ich bin halt da für Notfälle, ansonsten mache ich fröhlich Übergabe.

Onlinewelt in die Offlinewelt getragen

Eigentlich könnte es doch so schön sein. Internetaffine Menschen sehen, dass es in der Offlinewelt nicht so läuft wie es sollte, schließen sich zusammen und versuchen als Partei etwas zum positiven zu bewegen. So könnte es eigentlich laufen, doch dass es nicht so ist sehen wir zur Zeit alle bei den Piraten. Es scheint als wollen alle möglichen Strömungen die Piratenpartei in deren Fahrwasser ziehen, dazu kommen noch Menschen, welche durch gezielte Angriffe das Schiff zum Kentern bringen wollen. Dem muss sich die junge Piratenpartei nun entgegenstellen. Es ist die erste harte Bewährungsprobe, welche auch noch im Wahlkampf stattfindet, was die Angriffe noch schwerwiegender macht.

Ich stelle mir oft die Frage, wieso es den sogenannten internetaffinen Menschen so schwer fällt einen gemeinsamen Konsens zu finden. Jeder hat seine eigene Meinung, wenn man auch dieser Meinung ist gut, wenn nicht, dann wird gleich auf Angriff geschaltet. Vielleicht liegt es daran, dass das Internet ein neues Selbstverständnis bei den Nutzern geweckt hat im Laufe der Zeit. Im Internet ist eine gewissen Anonymität vorhanden, Meinungen können frei genannt werden, ohne zu fürchten, dass man eine direkte und reale Konfrontation erlebt. Wenn einem Gegenargumente nicht passen, kann man diese Person einfach auf eine Ignoreliste setzen und ist von den Gegenargumenten geschützt. Dies alles geht im realen Leben allerdings nicht mehr.

Mit der Piratenpartei sind aber sehr viele Ideologien in das reale Leben getragen worden. Nun müssen sich Menschen, welche diese Ideologien vor dem Rechner ausgelebt haben, sich mit anderen Menschen auseinandersetzen. Es ist nicht mehr möglich, diese einfach zu ignorieren. Leider scheint aber im Laufe der Zeit die Fähigkeit zu einer ordentlichen Diskussion geschwunden zu sein. Wer anderer Meinung ist, muss ein Troll sein. Diesen Stempel bekommt man schnell aufgedrückt und Trollen muss man nicht zuhören. Ich würde mir für die Piratenpartei wünschen, dass wir Mitglieder uns auf die Ziele besinnen. Es geht nicht darum wer mit wem ein Interview führt. Es geht nicht darum ob die Kommunikation immer perfekt ist. Es geht einzig und alleine darum der Regierung zu zeigen, dass sie an der Bevölkerung vorbeiregiert haben. Dass es Bewegungen gibt, welche nicht mit der Art der Regierung einverstanden sind. Diese Wahl wird ein Denkzettel für die Regierung werden. Richtig groß wäre er, wenn es die Piratenpartei schafft in den Bundestag einzuziehen. Die dafür notwendigen 5% sind eine harte Nuss, doch sie ist machbar. Dafür müssen wir aber an einem Strang ziehen.

Wieso schreibe ich so offen, dass es auch intern Rangeleien gibt? Zum einen kann es jeder selbst lesen wer mag. Die Mailinglisten sind für alle frei zugänglich. Zum anderen ist es bei den anderen Parteien auch nicht anders. Ich stelle die Behauptung auf, jede Partei, welche behauptet es gibt keine Streiterein und Meinungsverschiedenheiten, lügt. Bei den Piraten fällt es nur wesentlich stärker auf, da die Partei noch recht klein ist und weil die Mitglieder alle wesentlich stärker miteinander vernetzt sind. Durch das Hauptkommunikationsmittel Internet können wesentlich mehr Menschen zur gleichen Zeit über ein Thema sprechen. Wesentlich mehr unterschiedliche Meinungen treffen zur gleichen Zeit aufeinander. Damit ist auch die Wirkung der Rangeleien nach außen hin größer als sie eigentlich ist. Doch wir dürfen uns dadurch nicht aus der Ruhe bringen lassen. Auch wenn wir angegriffen werden, müssen wir weiter am wichtigen Ziel 5% arbeiten. Dafür gibt es einen ganz einfachen weg. Nicht so oft online sein, dafür in die Städte und Dörfer gehen. Dort mit Infoständen Präsenz zeigen. Es bringt nichts, wenn wir hier über hundert Themen reden, während die Menschen auf der Straße nichts von den Piraten mitbekommen oder noch schlimmer, wenn sie nur die Streitigkeiten mitbekommen, welche von gewissen Medien bewusst veröffentlicht werden.

Das links/rechts Thema ist auch so eine Sache. Die einen sagen die Piraten sind zu rechts und wollen die Partei nach links ziehen. Die anderen sagen das Gegenteil, versuchen aber subtiler zu arbeiten. Von Anfang an wollte die Piratenpartei nicht in dieses Schema gepresst werden, doch dafür müssen die Mitglieder ihre veralteten Ansichten über politische Ausrichtungen über Bord werfen. Bei diesen Ausrichtungs Diskussionen übersehen viele, wie sehr sie doch geprägt sind von diesen starren Ansichten. Seid flexibel in euren Ansichten nur dürfen sie nicht extremistisch werden. Sobald die Flexibilität da ist gibt es kein links oder rechts mehr. Dann gibt es nur noch eine Richtung. Diese nennt sich dann sinnvoll für die Mitbürger egal ob Deutsche oder Ausländer.

Ich möchte zum Abschluss aus dem Film Dogma zitieren. Jedenfalls grob.

Jesus hatte eine Idee. Eine Idee ist flexibel und kann sich anpassen. Die Menschen haben daraus eine Religion gemacht. Für Religionen sterben Menschen. Für Religionen töten Menschen.

Macht aus der Idee der Piratenpartei bitte keine Religion. Wir dürfen aus den Piraten keine starre Partei machen, wie es die großen sind und wir dürfen nicht starr werden, weil wir von Außen angegriffen werden und wir vor Angst vor negativer Presse erstarren.

Amoklauf in Ansbach

Focus - ScreenshotGestern,  am 17.09.2009, gab es wieder einen Amoklauf in einer Schule. Diesmal ist ein 18-jähriger am Carolinum Gymnasium in Ansbach durchgeknallt. Zum Glück gab es keine Todesfälle, sondern nur Verletzungen. Dies ist zwar immer noch schlimm genug, doch es hätte wesentlich schlimmer ausgehen können. Über diesen Vorfall an sich will ich garnichts schreiben, dies wird schon von den Printmedien und deren Onlineablegern erledigt. Mir geht es dabei um die Suche der Medien nach der Schuldfrage für den Amoklauf.

Es war klar, dass ein Medium sofort den Stempel des verantwortlichen aufgedrückt bekommt. Natürlich die Computerspiele, im Medienjagon auch “Killerspiele” genannt. Die Suche nach dem passenden Spiel, welches die Schuld trägt läuft wohl auf vollen Touren, doch was sich der Focus erlaubt hat ist mehr als nur lächerlich. Laut einem Focus Bericht ist das “Killerspiel” “The Sims” schuldig. An diesem hat der Täter die gesamte Tat simuliert und wohl auch damit trainiert.

Ich denke wir alle kennen “The Sims”. Es ist nichts anderes als eine Simulation des Lebens. Dass man dort nun auch Amokläufe an Schulen simulieren kann ist mir allerdings neu. Da hat wohl EA ein Addon auf den Markt gebracht, welches ich nicht kenne.

Für mich ist dieser Focus-Berich ein Eigentor, denn er zeigt, dass es den Medien nicht darum geht, die Ursache für den Amoklauf aufzudecken, sondern ein Computerspiel zu finden, welches man an den Pranger stellen kann. Damit wird eine Berichterstattung jeder Glaubwürdigkeit beraubt, wenn solche Behauptungen aufgestellt werden. Es wäre den Medien angeraten wieder zu richtigen Journalismus überzugehen. Leider interessieren sich aber die Konsumenten scheinbar mehr für reißerische Geschichten. Verlage leben allerdings davon, dass sie ihre Zeitschriften verkaufen. Wenn sie richtigen Journalismus betreiben und niemand kauft es, dann wird der Verlag nicht mehr lange existieren.

Damit bleibt nur folgender Schluss. Wenn wir wieder ordentliche und fundierte Berichterstattung wollen dürfen wir keine Zeitschriften lesen, welche diese nicht bieten. Sobald der Markt sich wieder für richtigen Journalismus interessiert wird dieser auch existieren.

Quelle des Bildes: http://www.omfg.to

Update:

Nun, nachdem ich diesen Eintrag geschrieben habe, erhalte ich die Information, dass dieses Foto ein Fake ist. Damit bin ich, wie so viele andere auch, darauf reingefallen. Die soll mir eine Lehre sein, besser zu überprüfen, woher die Information kommt und ob sie der Warheit entspricht.
http://www.bildblog.de/11764/failmeldung/

Interview mit der Jungen Freiheit

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Piratenpartei Andreas Popp hatte kürzlich der Jungen Freiheit ein Interview gegeben, welches hohe Wellen geschlagen hat. Dabei ging es nicht über den Inhalt, welchen ich extrem gut finde, sondern über die Tatsache, dass die JF eine rechtslastige Zeitschrift ist.

Ich kann das Verhalten vieler Piraten und Sympathisanten nicht verstehen. Gut Andy hätte sich vorher informieren können, welche Richtung diese Zeitschrift einschlägt, doch selbst dann hätte ich an seiner Stelle dieses Interview gegeben. Es geht aus diesem auch deutlich hervor, dass sich die Piratenpartei von extremistischen Parteien distanziert. Die bekannten rechten Parteien sind sogar namentlich genannt, wodurch jeder Leser erkennen kann, dass die Piratenpartei mit diesen nichts zu tun haben möchte. Dies wurde so unverfälscht abgedruckt. Wäre das Interview bei einer linksgerichteten Zeitung abgedruckt worden wäre ein solcher Passus wohl rausgeflogen, wenn es eine Distanzierung zu linksextremen gäbe.

Ich habe vielleicht eine andere Sichtweise, da ich kein Deutscher bin und damit nicht die Erbschuld drittes Reich auf meinen Schultern trage, doch wieso entsteht immer eine solche Panik, wenn der Blick auch mal nach rechts geht? Natürlich darf er nicht ins extreme reichen, doch das ist bei der linken Blickrichtung auch nicht anders. Es würde diesem Land wirklich gut tun, wenn die Bürger auch wieder stolz darauf wären und etwas Patriotismus aufkommen würde. Erleben werde ich das wohl nicht, selbst in 100 Jahren wird man in Deutschland noch schief angeschaut werden, wenn man die deutsche Fahne schwenkt. Dies scheint hier nur zu großen Fußballereignissen erlaubt zu sein.

Ich selbst war auf zwei kroatischen Hochzeiten einer von zwei Fahnenträgern (Barektar). Nach den Trauzeugen ist dies die größte Ehre auf einer Hochzeit in Kroatien. Den ganzen Tag bin ich fahnenschwingend beim Brautpaar gewesen. So etwas wäre hier wohl unmöglich, da sofort die meisten denken würden. “Ach hier heiraten Nazis und lassen es auch noch alle wissen.”

Wieder zurück zu den Piraten. Die Piratenpartei sagt selbst von sich, dass sie sich in keine Richtung einordnen lässt. Zum Leidwesen der vielen linksgerichteten heißt das, dass die Piraten links, mitte, rechts sind. Wenn ich mir viele Aussagen so ansehe habe ich das Gefühl, dass linksextremistische Bewegungen der Partei einen Ruck nach links geben wollen…irgendwo zwischen SPD und DIE LINKE. Aus der Bürgerrechtsbewegung “Piratenpartei” ist ein Instrument geworden. Nun reißen alle an diesem Instrument und wollen es für sich beanspruchen. Ich hoffe, dafür werde ich auch kämpfen, dass die Partei daran nicht zerreißt. Die Piratenpartei ist eine gute Sache und kann in der Zukunft sehr viel bewegen. Sie muss nur die aktuelle Phase überstehen und sich bewähren. Zu der Phase gehören aber auch Fehler, aus denen wir lernen müssen um sie anschließend nicht wieder zu machen. Dass jede Aktion auf die Goldwaage gelegt wird ist dabei klar. Viele sehen in den Piraten ihren Hoffnungsschimmer und daher wird jede Handlung genau beobachtet. Anschließend wird die Handlung in den Himmel gelobt oder zerrissen. Es scheint überwiegend nur diese beiden extremen Reaktionen zu geben…..leider.

Da ich ein Bezirksvorstand bin sage ich noch abschließend. Dieser Beitrag ist meine ganz persönliche Meinung. Er stellt keine Parteimeinung da und soll auch keine zukünftige Parteimeinung und Ausrichtung zeigen. Diese wird nur auf Parteitagen erarbeitet und ist demokratisch gewählt. Die Ausrichtung einer Partei wird nicht von einer Person festgelegt.

Deutschland ist sicher

Das glaube ich nicht nach diesem Artikel bei SPON. Es ist ein Bericht über einen Polizisten, welcher vorher nicht mit den Behörden abgesprochen worden ist. Damit ist der Polizist, welcher im Artikel Ralph genannt wird, ein großes Risiko eingegangen. Wüssten seine Vorgesetzten davon, könnte er seine Uniform abgeben.

Dieser Bericht hat mich entsetzt, mit welchen Mitteln die Polizei klarkommen muss und wie wenige Beamte eigentlich für unsere Sicherheit sorgen. In diesem Fall sind es vier Polizisten für 100.000 Menschen.

Oft müssen die Beamten weiterfahren, da Kontrollen zu viel Zeit kosten würden und so die Kapazitäten von möglichen schwereren Fällen abziehen würden, welche in diesem Zeitpunkt aufkommen könnten. Auch wird berichtet, dass eine Gruppe junger Männer nicht kontrolliert wird, da die Kollegen 20 Minuten entfernt sind. Dies würde zu lange dauern, bis diese da sind. Auch die Kinder, welche sich am Straßenrand betrinken werden ignoriert.

Auch können sie nicht sofort zu gemeldeten Fällen, da kein Wagen verfügbar ist. Alle Streifenwagen sind bereits an anderen Orten gebunden und können somit nicht ausrücken. Selbst ein betrunkener kann auf der Autobahn unbehelligt Schlangenlinien fahren. Jedenfalls kann er es sehr lange. Irgendwann finden die Polizisten auch für ihn ein paar freie Minuten.

Die eingesetzte Technik macht es auch nicht leichter. Veraltete Funkgeräte und Computer in den Streifenwagen. Der Computer hatte nach 10 Minuten seinen ersten Absturz.

Nach diesem Bericht weiß ich nicht mehr, was ich von diesem Land halten soll, denn scheinbar werden auch die Kriminalstatistiken beschönig. Demnach ist Deutschland garnicht so sicher, wie man es uns weis machen will.  Vielleicht rasten deswegen Polizisten auch aus auf Demos. Sie sind gefrustet von ihrer Arbeit und dem Wissen, wie viele Verbrechen wegen Personalmangel nicht verfolgt werden können. Natürlich soll das keine Entschuldigung sein, aber es ist ein möglicher Grund. Ich habe hier nur eine Kurzzusammenfassung geschrieben und kann jedem nur empfehlen sich den ganzen Bericht bei SPON durchzulesen.

Plakatierung in Würzburg

Viele Abende bin ich mittlerweile damit beschäftigt für die Piraten Wahlplakate in Würzburg aufzustellen. Dies hat für mich zwei Konsequenzen gehabt. Zum einen sehe ich genau, wo Plakate aufgestellt werden dürfen und wo nicht. Zum anderen habe ich gemerkt, wie schmutzig der Wahlkampf auf der Straße ausgefochten wird.

Diesen Beitrag schreibe ich, damit alle Bewohner und Besucher Würzburgs merken, dass den Parteien Regeln egal sind und diese aufstellen wo sie wollen. Von uns Piraten kann ich sagen, dass wir uns an die Regeln halten. Wir überlegen lieber dreimal bevor wir eine Stelle Plakatieren, an welche wir nicht dürfen. Folgende Regeln hat die Stadt Würzburg aufgestellt.

Es dürfen Dreiecksständer und Plakattafeln aufgestellt werden, dabei darf die Sicht nicht behindert werden oder das Stadtbild verschandelt werden.
Es dürfen keine Plakate an Kreuzungen, im Bereich von Ampelanlagen, Fußgängerüberwegen und unübersichtichen Kurven aufgestellt werden, wenn dadurch Sichtbehinderung entsteht.
Weiter ist es verboten an Masten, Brücken, Stützmauern, elektrischen Verteilerkästen, Containern, Papierkörben und Telefonzellen zu plakatieren.
Es geht weiter mit den Verboten am Berliner Platz (Berliner Ring) einschließlich der Straßeneinmündungen. Im Haltestellenbereich in der Domstraße und vor der “Nordsee”. Beim Grafeneckart, zwischen den Einmündungen Langgasse und Karmelitenstraße.
Es darf auch nicht an Bäumen plakatiert werden oder um Bäume herum.

Abschließend noch eine einfache Regel. Alle Plakate müssen spätestens drei Tage nach der Wahl wieder abgebaut sein.

Nun kann jeder durch Würzburg gehen und sich anschauen, wie andere Parteien Plakatieren. Wie soll eine Partei sich an komplexe Regelungen und Gesetze halten, wenn diese schon an so simplen Regeln, wie denen zur Plakatierung, scheitert?

Erschreckend, auch wenn es klar war, finde ich, wie unfair die Wahl auf der Straße ausgefochten wird. Regelmäßig verschwinden unsere Plakate oder werden zerstört. Dabei ist auffällig, dass zufällig nach dem Verschwinden, eine andere Partei den freien Platz entdeckt und sofort ihr eigenes Plakat aufstellt. Dies legt natürlich den Verdacht nahe, dass Plakate bewusst entfernt werden. Davon haben wir allerdings die Nase mittlerweile voll. Wir dokumentieren alle ersetzten oder neu aufgestellten Plakate und werden von nun an unverzüglich Anzeige gegen unbekannt stellen. Ich denke, darfür dürften die meisten hier Verständnis haben. Wir rackern uns Nacht für Nacht den Hintern ab, um zu plakatieren und andere haben nichts besseres zu tun, als uns hinterherzurennen und die Plakate zu beseitigen.

Nun habe ich genug gemeckert. Geht hinaus ins schöne Würzburg und behaltet im Hinterkopf was Parteien dürfen und was nicht. Teilweise ist es sehr erschreckend.

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