Opels lebenslange Garantie
- August 18th August 2010
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Heute widme ich mich ein mal der Werbung. Genau gesagt um die neue Opel Werbung, in welcher eine Lebenslange Garantie auf Neufahrzeuge gewährt wird. Einen Beitrag schreibe ich dazu, da sich die Wettbewerbszentrale bei Opel gemeldet hat und auch eine Abmahnung an diese verschickt hat, auf welche Opel bis Freitag Zeit hat zu reagieren.
Es klingt zu schön um wahr zu sein, was in der Werbung versprochen wird. Wenn ich einen Opel kaufe, erhalte ich Lebenslang eine Garantie auf mein Auto. Doch genau das ist der Punkt. Es ist zu schön um wahr zu sein. Die Garantie gilt nur für den Erstbesitzer und ist auf 160.000 km begrenzt. Schon ab 50.000 km muss ich einen Teil der Materialkosten selbst tragen, dieser Teil wird mit der Laufleistung immer größer. In Zahlen bedeutet dies. Ab 50.000 km muss ich 10% der Materialkosten selbst tragen. Bei 100.000 km sind es 60% der Materialkosten. Die Lohnkosten sind allerdings immer zu 100% von der Garantie abgedeckt. Ein weiterer Pferdefuß ist, dass die Garantie maximal den Zeitwert des Fahrzeuges abdeckt. Bei einem Neuwagen ist das noch egal, doch je älter das Fahrzeug ist um so mehr muss man am Ende wohl selbst drauflegen. Jedenfalls solange man innerhalb der 160.000 km ist.
Jedenfalls möchte Opel an dieser Marketingkampagne festhalten und sie nicht zurückziehen. Laut Opel ist diese essentiell wichtig. Sie wird sogar von der Bedeutung mit einem neuen Modell gleichgesetzt. Damit wird es wohl noch spannend zwischen Opel und den Wettbewerbshütern. Wer sich am Ende durchsetzt ist für mich noch nicht ersichtlich. Ich tendiere aber dazu, dass Opel einen Rückzieher machen muss, da die Werbung doch zu viel Verspricht, was sie nicht halten kann.
Des weiteren muss man, sobald das 4. Jahr beginnt, 11,90€ zahlen. Ansonsten erlischt die Garantie.
Die Wettbewerbshüter haben einerseits schon recht, dass diese Werbung mehr als nur irreführend ist. Allerdings muss ich auch sagen. Lasst doch die Werbung wie sie ist. Wer so viel Geld in die Hand nimmt, und ein Autokauf kostet viel Geld, und sich nicht genau informiert, ehe er den Kaufvertrag unterschreibt, ist selbst schuld. Wir sind doch alles mündige Menschen, hoffe ich, dann sollte jeder selbstständig prüfen können wie viel Wahrheitsgehalt in der Werbung steckt. Wer dazu nicht in der Lage ist, hat es meiner Meinung nach auch nicht besser verdient. Einzig bei älteren Menschen bin ich mir nicht sicher, ob diese immer alles genau prüfen können. Diese könnten wohl eher auf eine solche Werbung hereinfallen. Doch wenn man nicht mehr in der Lage ist ein Angebot zu prüfen und sicher zu stellen, dass dort nicht 10 Pferdefüße sind, ist man dann noch in der Lage wirklich vernünftig am Straßenverkehr teilzunehmen?