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Test: Sony Bravia KDL-32EX500

Seit langem schreibe ich mal wieder einen Beitrag in meinem Blog und dabei handelt es sich um einen Test/Erfahrungsbericht über meinen neuen LCD Fernseher, bei welchem es sich um einen Sony Bravia KDL-32EX500 handelt. Dieser ersetzt einen Toshiba 32AV500P. Eigentlich wollte ich gar nicht bewusst den Fernseher wechseln. Eigentlich war mir HD-Ready genug und irgendwie habe ich nichts an der Qualität vermisst. Allerdings kam dann der Amazon CyberMonday, welcher in Deutschland doch sehr umstritten war, da es nur im Millisekunden Bereich die Chance gab ein Produkt zu ergattern. Wie dem auch sei, ich konnte den Fernseher für 333,33€ ergattern. Nach einem kleinen Hick-Hack mit DHL, welche das Paket kurzfristig verloren hatten, konnte ich Freitag Nachmittag den Fernseher auspacken und bei mir aufstellen.

Nun was soll ich sagen? Ich war der Meinung HD-Ready würde reichen, doch es ist kein Vergleich zu Full-HD. Das Bild ist wesentlich schärfer und es sieht schlicht und ergreifend besser aus. Die 100 Herz MotionFlow Technologie im Zusammenspiel mit der Bravia Engine 3 sorgen für ein herrliches Bild. Zwar sind die Standard Einstellungen schon recht gut, doch nach einer geringfügigen Anpassung ist das Bild unbeschreiblich.

Die mitgelieferten DVB-T und DVB-C Tuner nutze ich nicht, da ich einen SAT-Receiver nutze und für dieses dementsprechend einen DVB-S2 Tuner bräuchte. Diesen gibt es aber erst mit dem KDL-32EX505.

Anschlüsse werden reichlich geboten. Neben den 4 HDMI Schnittstellen verfügt der Fernseher über 2 SCART Anschlüsse, einen Komponenten-Eingang, ein D-SUB 15 Einfang für PCs, ein mal USB2.0 und zu guter letzt einen RJ45 Anschluss. Auch gibt es ein CI+ Mudul und HTDV Decoder.

Den USB Anschluss kann man nutzen um direkt eine Kamera an den Fernseher anzuschließen oder Filme per USB Stick auf dem Fernseher zu sehen. Von der eingeschränkten Formatwahl empfehle ich DivX, wofür der Fernseher aber bei DivX registriert werden muss. Der USB Anschluss kann aber auch verwendet werden um den Sony WLAN-Stick anzuschließen und den Fernseher per WLAN ans Heimnetz anzubinden, falls man kein Kabel ziehen möchte.

Sobald der Fernseher am Netz ist, kann man auf online-Inhalte zugreifen. So steht es einem zum Beispiel auch offen, direkt auf Youtube zuzugreifen und online Videos auf dem Fernseher zu sehen. Auch kann man Filme zum Fernseher per Netzwerk streamen. Dies ist möglich mit einer PS3 oder auch mit dem Windows Mediaplayer ab Windows 7. Allerdings ist da der Pferdefuß der eingeschränkten Formate. Dies lässt sich aber umgehen, indem man auf seinem PC, oder Mediaserver, die Software PS3 Media Server installiert. Diese Software gibt es für Windows und Linux. In Zukunft wird es diese auch für den Mac geben. Nachdem Laufwerke oder Ordner mit Videos ausgewählt worden sind, werden diese am Fernseher sichtbar. Nachdem ein Video ausgewählt worden ist, legt die Software richtig los und transcodiert jegliches Format nach mpeg-2, was der Bravia versteht und anstandslos abspielt. Dabei ist logisch, dass der PC die nötige Leistung benötigt und am besten auch keine sonstigen belastenden Aufgaben zu erfüllen hat. Auch der Energiesparmodus sollte deaktiviert sein, sonst ist das Filmvergnügen ziemlich schnell unterbrochen.

In meinem Testfall ist der Fernseher per LAN-Kabel an die Fritz!Box 7170 angeschlossen, welche per 54MBit WLAN mit dem PC verbunden ist. Trotz dieser eher langsamen WLAN Verbindung kann ich mir Filme ohne Ruckler anschauen, nur die ersten paar Sekunden hängt es ein paar mal, bis der PC ordentlich gepuffert hat.

Eine weitere schöne Funktion nennt sich DLNA. Dieser “standard” ermöglicht es DLNA fähigen Geräten untereinander und miteinander zu sprechen. So ist es zum Beispiel möglich alle DLNA Geräte mir nur einer Fernbedienung zu steuern. Dabei werden nicht die Infrarotsignale genutzt, sondern die Signale über das HDMI Kabel an das betreffende Gerät weitergereicht. Leider ist DLNA mehr eine Beschreibung was die Geräte können müssen und nicht wie sie dies tun. Somit braut jeder Hersteller sein eigenes Süppchen und es ist keine Kompatibilität untereinander bei verschiedenen Herstellern gesichert.

Sucht jemand einen neuen LCD Fernseher? Wird dazu LED oder 3D nicht benötigt? Dann kann ich den KDL-32EX500 empfehlen. Wer es größer braucht, kann natürlich auch die größeren Modelle aus dieser Serie in Augenschein nehmen. Dabei gibt die Zahl vor dem EX die Größe in Zoll an. Die Zahl nach dem EX den Funktionsumfang.

HD+

Nun ist es so weit, ich habe mich von der Werbung breit schlagen lassen und habe mir einen HD+ Sat-Receiver gekauft. Dabei habe ich mich für den Humax HD-FOX entschieden. Auf dem Markt gibt es zur Zeit noch relativ wenig Auswahl und der Humax ist im günstigen Segmet immer noch der beste. Günstiges Segment heißt in diesem Fall 199€. Zuerst möchte ich etwas über den Receiver schreiben. Dieser hat zwei Scart Anschlüsse, einen HDMI Eingang, Komponenten Ausgänge, einen optischen Ausgang sowie eine Ethernet und eine USB Schnittstelle. Das Display zeigt nur die Sendernummer an und nicht den Sendernamen. Die Fernbedienung ist sehr übersichtlich und gut angeordnet. Das Menü des Receivers ist sehr übersichtlich und logisch aufgebaut. Das SD Bild wird sehr schön hochgerechnet und so sehen auch nicht HD Sendungen ordentlich aus. Allerdings liegt es da auch am Sender, in welcher Qualität dieser sendet.

Natürlich hat das Gerät auch Nachteile. Die neueste Firmware, welche den Receiver HD+ tauglich machte, hat zu einem Bug bei der Videotextanzeige geführt. Dieser kann nur noch transparent angezeigt werden. Zudem ist der Receiver auch nicht mehr Sky geeignet. Vor dem Firmwareupdate konnte dieser über das CI-Modul Sky dekodieren. Entsprechende Karte vorausgesetzt. Der richtig ärgerliche Teil kommt allerdings erst. Die Ethernetschnittstelle ist nicht aktiv und der USB Anschluss kann nur zum importieren und exportieren von Senderlisten genutzt werden. Humax verspricht zwar, dass eine PVR Funktion kommen wird, damit auf USB Platten aufgenommen werden kann und dass die Ethernetschnitstelle aktiviert wird, doch bis jetzt sind es nur leere Versprechungen.

Nun zum Thema HD. Das Bild sieht wirklich klasse aus auf den HD Kanälen. Ich selbst habe nur einen HD-Ready Fernseher, somit kann ich nicht einmal das volle Potential nutzen. Dennoch bin ich begeistert von dem Bild, welches übertragen wird. Die Pro7-Sendergruppe wird im übrigen erst am dem 31. Jannuar senden. Zur Zeit läuft nur die HD+ Werbung der Sendergruppe in Endlosschleife auf den entsprechenden Kanälen. Das ist eigentlich der einzige Vorteil von HD. Es sieht besser aus, doch nun zu dem Nachteil. Die privaten Sender übertragen nicht wie die öffentlich rechtlichen in HD sondern in HD+.

-Mit HD+ kann der Sender entscheiden, ob ein Film aufgezeichnet werden kann.
-Es kann bestimmt werden, wie lange eine Aufzeichnung gültig ist, bis sie sich selbst löscht.
-Es kann bestimmt werden ob Time-Shift genutzt werden kann oder nicht.
-Der Sender kann bestimmen, ob Werbung vorgespult werden kann oder nicht.
-Dieser Dienst von Astra wird 50€ im Jahr kosten, nach dem ersten kostenlosen Jahr. Wie eine Prepaidkarte, können dann HD+ Karten in Geschäften gekauft werden.

Nun werden sich wohl einige fragen, wieso ich mir dann einen HD+ Receiver gekauft habe. Die Antwort ist eigentlich ganz einfach. Ich habe die aktuelle Aktion vom Media Markt genutzt und im zweiten Anlauf hat es geklappt. Diesen Receiver konnte ich kostenlos ergattern. Es ist schon nett, wenn der MediaMarkt die Ware wieder zurücknimmt. ;)

Hoffend sehe ich beim Thema HD+ allerdings nach Brüssel. Das Kartellamt prüft zur Zeit das ganze Verfahren, da scheinbar Kartellrechtlich Bedenken aufgetaucht sind und bei dem ganzen Verfahren mit HD+ und CI+  Konkurrenz benachteiligt worden ist. Im Moment sieht es gar nicht schlecht aus, dass HD+ gekippt wird und die Sender doch in ganz “normalem” HD senden müssen. Natürlich bin ich mir bewusst, dass ich als Kunde ein Zeichen setzen müsste, indem ich mir keinen HD+ Receiver gekauft hätte, doch ich wurde schwach und konnte nicht widerstehen.  Asche über mein Haupt.

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